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Sportklub
Interview/Portrait
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Wenn Du als Meisterschaftsfavorit in jede Partie gehst, ist es manchmal gar nicht so einfach Fußball zu spielen….



Was erwartest Du Dir von Deiner Heimkehr nach Dornbach?

Das was in Dornbach eigentlich immer ist: eine gute Stimmung, viele Zuschauer, schönen Fußball und einen Sieg für Parndorf natürlich.

Mit einem Unentschieden würdet ihr Euch nicht zufrieden geben?

Da Parndorf Meister werden will, muss man natürlich jetzt auch gewinnen – sonst sind wir schon zu weit hinten.



Das heißt ihr steht unter dem Druck siegen zu müssen?

Wir wollten von Anfang an Meister werden und stehen schon ziemlich unter Druck, wenn Du vier Punkte hinter der Spitze liegst.

Der Schiedsrichter am Freitag, der Herr Strasser müsste Dir ja von unserer Neusiedl Partie letztes Jahr noch gut in Erinnerung sein. Er hat Dich damals mit Gelb-Rot nach 27. Minuten duschen geschickt.

Ui (lacht), na ja was soll ich da sagen – im Prinzip ist das meine Schuld gewesen: zweimal Kritik – da gehört man vom Platz. Aber ich hab kein Problem mit ihm. Es ist mir egal wer pfeift, wer nicht pfeift. Das ist mir egal.



Bist Du überrascht, dass der Sportklub so gut dasteht?

Jein. Jein, würd ich da sagen. Im Prinzip war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich eigentlich gern beim Sportklub geblieben wär. Aber wie dann gesagt wurde, dass kein Geld da ist, hab ich mich entschlossen zu Parndorf zu gehen und dann hat der Sportklub eigentlich eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt. Ich bin schon überrascht, dass sie so weit vorne sind. Aber ich wusste, dass man mit so einer Mannschaft niemals gegen denn Abstieg spielt. Dazu spielen zu viele wirklich gute Fußballer in diesem Team.



Es ist Dir ja sehr schwer gefallen im Sommer zu gehen?

Ja schon – eigentlich sehr. Es hieß damals man müsse sich nach günstigeren Spielern umschauen. Na ja günstig, was heißt schon günstig? Das ist ja alles relativ. Da war ich natürlich etwas enttäuscht, als ich gesehen hab was für Kaliber dann da geholt wurden, aber ich konnt halt auch nicht länger warten mit meiner Entscheidung – das hätte ich vielleicht sollen. Aber so ist das Leben. Aber ich freu mich schon drauf, eines Tages wieder in schwarz-weiß aufzulaufen.

Es besteht also von Deiner Seite die Chance, Dich mal wieder als Sportklub-Spieler zu sehen?

Jetzt hab ich mal noch bis Ende der Saison einen Vertrag in Parndorf. Ich möchte natürlich dort Meister werden, denn ein jeder Titel ist schön. Es taugt mir in Parndorf. Es ist ein gut geführter Verein, aber sollte ich ihn einmal verlassen, dann will ich mit Sicherheit wieder zum Sportklub.



Aber bisher passt es ja eh in Parndorf. Ihr seid zwar nicht so gut gestartet, aber so langsam kommt Ihr ja ins Rollen.

Es ist sportlich etwas ganz anderes. Der Sportklub hat keinen Druck. Sie spielen frei von der Leber weg. Sie gewinnen und spielen schönen Fußball. Bei uns ist es halt teilweise ein Krampfspiel, da man ja als Favorit gewinnen muss. Die Mannschaften stellen sich immer hinten rein. Das ist eben nicht so einfach, wenn Du als Meisterschaftsfavorit in jede Partie gehst, ist es manchmal gar nicht so einfach Fußball zu spielen.

Das heißt, Ihr habt Euch schon vorgenommen, dass Ihr nach vorne spielt und wollt Euch nicht verstecken?

Ja natürlich. Ich weiß, dass der Sportklub sich Zuhause nicht wirklich verstecken wird – davon geh ich einfach mal aus. Deshalb freu ich mich auf ein schönes Fußballspiel und kann nur jedem empfehlen, sich das anzuschauen. Angst hab ich überhaupt keine. Ich freu mich riesig auf Freitag.







 Fotos von Christian Hofer (www.fotobyhofer.at)

30.10.2008

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