Wiener
Sportklub
Interview/Portrait
Ingo Szabo stellt sich den Fragen


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Ingo Szabo stellt sich den Fragen
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Warum er bleibt und was er sich für nächstes Jahr vorgenommen hat.

Hallo Ingo. Es freut uns sehr, dass du beim Verein bleibst. War das für dich immer klar oder eine schwere Entscheidung?

Ingomar Szabo: Ja bei mir war es von Beginn an wie der Schöttel noch Trainer bleiben sollte klar, dass ich bleiben möchte. Musste mir aber erst anschauen was sich entwickelt. Vom Kader her und natürlich ob das Finanzielle passt. Dann ist der Rücktritt des Ex Präsidenten Dvoracek gekommen. Da hat es schlecht ausgeschaut. Ich habe damals geglaubt, das ich wechseln werde. Ich hatte von 4 Vereinen ein gutes Angebot wo es passen würde, wollte mir aber erst das Angebot vom Sportklub anhören. Es war meine Bedingung an die Vereine, dass ich auf das Angebot warten wollte. Hätten sie das nicht akzeptiert hätte ich mit ihnen nicht weiterverhandelt. Am Ende hat dann das Herz entschieden. Ich hätte bei den anderen Vereinen deutlich mehr verdient. Aber ich bin 22 und wollte aufs Herz und das Sportliche schauen. Mir hat die Situation getaugt, dass ich hier Verantwortung übernehmen soll.

Von welchen Vereinen hattest du ein konkretes Angebot?

IS: Ich habe mit Vienna, Fac, Horn und dem burgendländischen Aufsteiger Stegersbach gesprochen. Bei allen Vereinen hätte es finanziell gepasst. Habe ihnen aber dann abgesagt nachdem es zu einer Einigung mit dem Sportklub gekommen ist.

Einige Spieler sagen, dass sie den Verein sehr schätzen, wechseln aber. Du hattest gute Angebote und bleibst trotzdem. Ist dir Vereinstreue wichtig, was unterscheidet dich da zu anderen?

IS: Ich sage immer, dass man da abwägen muss. Es ist eine schwierige Sache. Ich verstehe auch andere. Wenn ich mir als Beispiel den Markus Pistrol anschaue, der ist gerade Vater geworden. Das ist auch eine andere Situation. Er hat Familie. Ich muss einfach auch noch nicht so aufs Geld schauen. Das kommt hoffentlich noch später. Einige werden sicher schweren Herzens den Verein verlassen.

Der Trainer plant mit dir nächste Saison in der Innenverteidigung. Du hast heuer aber auch öfter defensives Mittelfeld gespielt. Wo siehst du deine Stärken?

IS: Beide Positionen sind sicher meine stärksten Positionen. Ich kann aber auch Aussenverteidiger spielen. Ich spiele dort wo mich der Trainer aufstellt. Geplant ist die Innenverteidigung. Dort soll ich der Mannschaft nächste Saison besonders helfen und möchte Führungsspieler werden, was man auch von mir erwartet. Jeder Spieler soll dort spielen wo er dem Team viel geben kann.



Mit welchen Spielern von der alten Mannschaft warst du besonders befreundet?

IS: Der Markus Pistrol war einer mit dem ich mich von Beginn an gut verstanden habe. Ich bin gekommen von der Admira und habe ihn auch als Spieler immer bewundert, weil er immer alles gegeben hat. Auch Salmin Cehajic war einer mit dem ich mich immer super verstanden habe. Aber überhaupt war das Mannschaftsklima sehr gut. Es gab wirklich keinen Spieler mit dem ich mich nicht gut verstanden habe. Ich könnte auch noch einige mehr aufzählen von denen ich menschlich sehr viel gelernt habe. Andreas LIpa, Alfred Niefergall oder auch als Beispiel mit dem Orhan habe ich mich auch sehr gut verstanden. Da könnte ich noch mehr Namen sagen. Es war auch so wenn es Probleme gegeben hat in der Mannschaft, dann war es so, dass ich auf jeden Spieler zugehen konnte und jeder hat jedem versucht zu helfen. Also von der Kameradschaft letztes Jahr kann man sich sicher nichts vorwerfen.

Da du dich mit dem Salmin gut verstehst, war es Absicht, dass ihr beide geblieben seids?

IS: Zu dem Zeitpunkt, dass wir bleiben könnten hat der Salmin mich angerufen und gefragt ob es stimmt, dass es bei mir gut aussieht und das er auch überlegt zu bleiben. Da habe ich ihm gesagt, dass es bei mir gut ausschaut. Wir haben das auch von einander abhängig gemacht. Er wollte bleiben, wenn ich bleibe und umgekehrt. Wir sind überzeugt, dass einige Spieler bei uns spielen möchten mit Qualität. Wir wollen beide wachsen und haben die Entscheidung auch irgendwie gemeinsam getroffen.

Was hast du dir persönlich für die nächste Saison vorgenommen?

IS: Egal mit wem ich bisher gesprochen habe. Ob das mit Trainer Batricevic oder sonst wem war. Ich muss versuchen beizutragen, dass der Sportklub nächstes Jahr erfolgreich ist. Ich möchte diesen Beitrag am Platz und abseits des Platzes liefern. Ich habe auch schon mit einigen der neuen Spielern telefoniert und ihnen gesagt, dass wenn sie fragen haben oder sonst etwas ist, dass sie mich anrufen können. Wir müssen bereits vor dem ersten Training das Gefühl aufbauen, dass wir eine Einheit werden. Mit St. Pölten ist wahrscheinlich auch nicht die Mannschaft Meister geworden mit den besten Einzelspielern sondern weil sie ein gutes Team waren. Das macht sehr viel aus.

Wo schaust du dir EM Spiele an?

IS: Die ersten beiden Spiele habe ich mir daheim angeschaut. Gestern das Österreich Spiel habe ich mir mit meiner Freundin auf der Fanmeile angeschaut. Das wollte ich mir schon einmal geben. Ab und zu werde ich mir sicher Spiele bei Freunden ansehen.

Möchtest du zum Abschluss unseren Fans noch etwas ausrichten?

IS: Sie sollen einfach so bleiben wie sie sind. Auch nächstes Jahr wo wir von den Namen her wohl nicht so eine Qualität haben werden sollen sie uns weiter unterstützen. Wenn wir es schaffen, dass wir nächstes Jahr voll zusammen halten können. Vom Vorstand, über die Fans bis zur Mannschaft dann können wir sicher überraschen. Ich habe schon von manchen gehört, dass wir ein Abstiegskandidat sein sollen. Das glaube ich sicher nicht. Davon bin ich überzeugt. Gerade die neuen Spieler müssen unbedingt schnell unterstützt werden. Das wird sehr wichtig, aber so wie ich unsere Fans kenne erwarte ich eigentlich auch nichts anderes. Bin überzeugt, dass wir mit Leidenschaft nächstes Jahr spielen und eine Mannschaft haben werden wo jeder Spieler gerne das Sportklub Dress tragen wird.

Vielen Dank für das Interview und viel Glück für die Saison 2008/09

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