Wiener
Sportklub
Interview/Portrait
Interview mit dem neuen Chef-Trainer


Stimmen zum Spiel Wiener Sportklub - FK Austria Amateure
Stimmen aus Amstetten
Stimmen von der Alszeile nach dem Spiel WSK vs. Parndorf
Kapitän Ingomar Szabo im Interview
Neuzugang Matthias Muhr stellte sich den Fragen
Neuzugang Daniel Aichinger im Interview
Bereit den Weg mit den jungen Spielern zu gehen
In der Regionalliga Fuß fassen
An einem guten Tag bin ich schwer zu halten
Ohne Emotionen kann man nicht Fußball spielen
Unser Ziel ist offensiver und attraktiver Fußball für die Zuseher
Mit Kribbeln im Bauch die Herzen erobern
Wir sind uns bewusst, dass das kein Spaziergang wird
In der Ostliga nur mehr Sportklub
Eine schlagkräftige Mannschaft für die Zukunft - Interview mit Michael Harrauer
Der Ex-Dornbacher Markus Pistrol im Interview
Wir schauen immer nur von Spiel zu Spiel - Interview mit Christopher Homm
Ein ehemaliger Dornbacher mit Verletzungssorgen - Interview mit Franz Königshofer
Tore zu schießen ist schöner - Interview mit Christian Schandl
Wenn man Erfolg hat, ist es kein Zufall - Interview mit Sancho Marcos Perez
Saison 1 nach dem Titel! 2 Meistermacher im Gespräch - Interview mit Helmut Janecek & Christian Jakl
Der Sportklub liebt seine Spieler - Interview mit Norton Radaj
Ich mache mir, was den Nachwuchs betrifft, keine Sorgen um die Zukunft - Interview mit Slobodan Batricevic
Bis wir verlieren, muss er mit dem Turban spielen! - Interview mit Halil Akaslan & Ercan Kayhan
Salmin Cehajic im Gespräch
Die C&K-Generation
Neuzugang Willi Ruiss im Interview
Ingo Szabo stellt sich den Fragen
Interview mit unserem neuen Trainer Slobodan Batricevic
Sportstammtisch mit Jürgen Leitner und FAC-Obmann Brandt
Pressekonferenz des Wiener Sportklubs
Interview mit Alfred Niefergall
„U23-Papas“ über Motivationen, Ziele und Perspektiven
Interview mit Wiener Sportklub Kapitän Andi Lipa
Je mehr Spieler es in die Kampfmannschaft schaffen, umso glücklicher bin ich
Peter Schöttel im Interview mit dem Online Standard
Interview mit Udo Huber
Interview mit U23 Trainer Slobodan Batricevic
Trainingslager: Christoph Pulz und Patrick Witschka im Interview
Interview mit dem neuen Chef-Trainer

Dominik Thalhammer über seine Karriere und die neue Aufgabe Wiener Sportklub



Wie lautet Dein erstes Kurzresümee nach den ersten Tagen beim Wiener Sportklub?

Eigentlich sehr positiv. Die Mannschaft ist sehr willig und äußerst engagiert, und was mich besonders beeindruckt hat, ist die große Anzahl der teilnehmenden Spieler am Vormittagstraining. Wir hatten in den letzten Tagen 16 Personen beim Training am Vormittag, was für einen Regionalligaverein sehr gut ist. Wir haben bisher am PSV-Platz und in einem Fitnesscenter trainiert, was uns sehr entgegen gekommen ist. Die Bedingungen waren also sehr gut, und ich bin bisher zufrieden.

Die Transferzeit ist aktuell am Laufen, die Namen Akaslan und Dorner sind bereits bekannt. Was erwartest Du Dir von den beiden Spielern?

Es sind im Grunde Spieler, die bereits Erfahrungen in Profimannschaften gesammelt haben, und ich erwarte mir, dass sie auch mit dieser Einstellung in der Mannschaft auftreten. Leistungsmäßig glaube ich auch, dass es absolute Verstärkungen sind, und wir dadurch im Angriff mehr Qualität und Konkurrenzkampf haben.

Sollen noch weitere Verstärkungen folgen?

Weitere Verstärkungen oder Kaderergänzungen sind nicht unbedingt zwingend. Grundsätzlich glaube ich, dass der aktuelle Kader ein sehr guter ist, und nicht unbedingt Handlungsbedarf besteht. Ich habe Vertrauen zu den Spielern. Natürlich ist aber das ein oder andere Schnäppchen am Transfermarkt noch möglich.

Hast Du ein Standardspielsystem, oder soll mehr variiert werden?

Ich habe kein Standardspielsystem. Ein System muss nach dem vorhandenen Material angepasst werden. Ich bin aber der Meinung, dass es wichtig ist, Abläufe zu automatisieren und an den Details in einem System zu arbeiten. Diese Detailarbeit ist extrem wichtig, um das System zu perfektionieren. Daher bin ich auch gegen eine ständige Variation der Systeme. Wir werden an einem System arbeiten, und dieses dann versuchen zu perfektionieren.

Gehen wir in der Zeit ein wenig zurück, wie kam es zum ersten Kontakt mit dem Wiener Sportklub Wienstrom?

Das ist eigentlich so gewesen, dass ich mich mit dem Herrn Kaipel nach der Beurlaubung von Herrn Segrt getroffen habe. Danach kamen weitere Gespräche mit dem Präsidenten Ing. Herbert Dvoracek und Willy Kaipel, bis es schließlich zur Einigung kam.

Was waren für Dich die ausschlaggebenden Gründe, in Dornbach Trainer werden zu wollen?

Erstens einmal sicherlich, dass der Verein Kultcharakter hat. Man merkt auch bei Verhandlungen mit Spielern, dass dieser Verein einfach mehr zieht als andere. Ein ebenso wichtiger Grund sind die Fans des Vereins. Ich war auch sehr beeindruckt vom Derby gegen die Vienna, bei dem ich Zuschauer war – vom Stadion und von der Kulisse. Und natürlich waren auch die professionellen Gespräche mit dem Präsidenten Dvoracek und Herrn Kaipel ausschlaggebend, bei denen ich gemerkt habe, dass der Verein Perspektive hat, und von Leuten geführt wird, die einiges bewegen wollen.

Kommen wir zu Deiner bisherigen Laufbahn. Irgendwo habe ich gelesen, du wärst der jüngste Cheftrainer der 1. Bundesliga gewesen?

Ja, das mit dem jüngsten Cheftrainer in der Bundesliga ist richtig. Begonnen habe ich bei Brunn am Gebirge in der Landesliga als Spielertrainer im Jahr 1997, und war dort bis 2000. Von dort ging es zur Admira BNZ U16-Mannschaft. Im Jahr darauf betreute ich dann die BNZ Admira U17-Mannschaft, wo wir Österreichischer Meister wurden. Das Jahr darauf war ich dann sowohl Trainer der BNZ U19-Mannschaft sowie der Admira Amateure. In diesem Jahr sind wir mit den Amateuren Meister der NÖ Landesliga geworden, und sind auch mit der U19 Österreichischer Meister geworden.

Waren das großteils die gleichen Spieler?

Nein in diesem Jahr nicht. Im BNZ U19 waren die Spieler jünger. Wir haben aber gemeinsam trainiert, und dann hat man entschieden, wer jeweils wo spielt am Wochenende.

Und wie bist dann Bundesligatrainer bei der Admira geworden?

Im Frühjahr 2004 ist Bernd Krauss Trainer der Kampfmannschaft geworden, und ich wurde sein Co-Trainer. Es war dann aber so, dass er mit den Umständen des Vereines absolut nicht zurecht gekommen ist, und schon nach zwei Monaten das Handtuch geworfen hat. Das war Anfang September. Ich war gerade am Weg zum Training, als ich vom Präsidenten angerufen und gefragt wurde, ob ich bereit wäre, das Amt zu übernehmen. Es hat natürlich einige Höhen und Tiefen in diesem Jahr gegeben, aber insgesamt war es eine sehr erfolgreiche Saison. Wir waren bis zehn Runden vor Schluss die zweitbeste Frühjahrsmannschaft, und hatten den Klassenerhalt so früh gesichert wie keine Admira Mannschaft in den letzten Jahren zuvor.



Stimmt es, dass du einige Semester Jus studiert hast?

Eigentlich bin ich schon sehr weit, es fehlen mir nur mehr zwei Prüfungen. Ich bin damals bei der Admira als Trainer schon im Nachwuchs Profi geworden, und es wurde ein zeitliches Problem Ich schließe aber mittlerweile nicht aus, es doch noch zu Ende zu führen.

Blicken wir wieder in die schwarz-weiße Zukunft. Was erwartet die Zuschauer im kommenden Frühjahr?

Die Zuschauer wird eine Mannschaft erwarten, mit der sie sich identifizieren können. Wir wollen einen Fußball spielen, der ansehnlich ist und die Leute interessiert. Wir wollen das Kombinations- und das Kurzpassspiel fördern, und zusätzlich sehr stabil und organisiert in der Defensive sein. Die Mannschaft soll in der Lage sein, sehr gut im Team arbeiten zu können. Man gewinnt keine Titel, wenn man von zwei oder drei Spielern abhängig ist. Der Teamspirit soll im Mittelpunkt stehen.

In den nächsten Tagen kommen die ersten Testspiele. Will man diese Spiele bereits gewinnen, oder soll da einiges ausprobiert werden?

Im Grunde will ich jedes Spiel gewinnen. Wenn man allerdings in der Vorbereitung mal verliert, geht die Welt auch nicht unter. Ziel ist es, eine Mannschaft zu haben, die zu Saisonstart topfit ist.

Unter deiner Anweisung wird es heuer ein Trainingslager geben. Was wird dort genau gemacht? Werden wir in Wien etwas davon mitbekommen?

Das Trainingslager hat natürlich mehrere Gründe. Einerseits dient es der Teambildung. Zweiter Aspekt ist natürlich, unter hervorragenden Bedingungen im taktischen Bereich trainieren zu können. Dazu kommt der Leistungsvergleich auf allerhöchstem Niveau mit Erstligisten.



Was ist eigentlich spannender für einen Trainer, die Vorbereitung oder die Wochen, in denen auch die Meisterschaftsspiele stattfinden?

Spannender ist sicherlich die Wettkampfperiode. Natürlich ist es aber auch äußerst interessant, in der Vorbereitung eine Mannschaft zu entwickeln und die Entwicklungsfortschritte zu beobachten.

Zum Abschluss noch eine persönliche Frage, wo hast du Silvester gefeiert?

Zuhause mit der Familie.

 Vielen Dank für die Fotos von Gerhard Moehsner - seine Fotohomepage

Foto 1: Präsident Ing. Herbert Dvoracek, Martin Dorner, Dominik Thalhammer
Foto 3: Thomas Hickersberger, Dominik Thalhammer, Martin Dorner

© Wiener Sportklub [2851] - [drucken]


Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | AGBs
© 2003 - 2013 wienersportklub.at