


| Nachwuchs | ![]() |
News | Spiele | U7 | U8 | U9 | U10 | U11 | U12 | U13 | U14 | U15 | U16 | U18 | Trainer | Kontakt | Turniere | Sponsoren | Portraits | KiGa | Individualtraining | Torhütertrainer | |
| Portraits | U14-Trainer Günter Grozurek: `I am from Spurtklub` | |||
Rainhard Fendrichs Textzeile "Do kaun ma moch`n wos ma` wü, do bin i hea, da g`hea i hin" beschreibt Günter Grozureks Treue zu den Dornbachern haargenau. Ein Portrait des längstdienenden Sportklub-Nachwuchstrainers.![]() Der heute 41-Jährige Wiener zerriss als Kind seine ersten "Packl`n" bei Sportklubs Bezirksrivalen Post SV, wechselte aber kurze Zeit später zu White Star. Diesem Verein hielt er über viele Jahre die Treue - sowohl als Nachwuchskicker als auch als Mitglied der Kampfmannschaft, für die er sich als 17-Jähriger durch gute Leistungen aufdrängte. Sehr jung - mit 18 - hing er seine Fußballschuhe an den Nagel: das Leben hatte so viel mehr zu bieten als nur einem Ball hinterherzulaufen. "Blut leckte" Grozurek erst wieder, als seine spätere Gattin Daniela in sein Leben trat - mit ihr kamen die aus Danielas erster Ehe stammenden Buben Florian und Lukas. "Ersatzpapi" Günter förderte die Fußballbegeisterung der beiden Knirpse und erkannte ihr Talent. Also schnappte er "Flo" und "Luki" und besuchte ein Sichtungstraining Rapids, bei dem "seine" Jungs zu gefallen wussten. Die grün-weiße Atmosphäre war dem Familienmenschen aber zu wenig herzlich und so suchte er nach Alternativen, die ihm schließlich zu Red Star führten. Bei den Penzingern hatte man allerdings genügend U8-Spieler, so dass man die Grozureks ohne Sichtungstraining ein paar hundert Meter weiter nördlich auf den Helfort-Platz schickte, wo die Nachwuchsteams der Spielgemeinschaft WSC/Helfort trainierten - retrospektiv betrachtet: "Vielen Dank, Red Star!". Vom Spielervater zum Co-Trainer Die Dornbacher, denen es zu dieser Zeit in den jüngsten Altersklassen an so ziemlich allem fehlte, nahmen die beiden Blondschöpfe mit Kusshand und es sollte nicht lange dauern, ehe Vater Grozurek der U8-Co-Trainer-Posten angetragen wurde. Als der damalige Trainer Manfred Zweiler aus privaten Gründen das Coaching der U8 zurücklegte, übernahm Günter Grozurek 1998 das Training des 91er-Jahrgangs. Als ehemaliger Kicker wusste er um die Grundlagenausbildung Bescheid, holte jedoch den Nachwuchstrainer-Lehrgang schleunigst nach, um am letzten Stand der Trainerausbildung zu sein. Mit der Zeit formte Grozurek aus dem Dornbacher "underdog" ein feines Team, das bald niemanden zu scheuen brauchte. So durften sich seine Spieler und er unter anderem über einen WFV-Liga-Vizemeister-Titel hinter Austria Wien freuen. Zu kämpfen hatte der ehrgeizige Jungtrainer anfangs allerdings mit den "ups and downs" des Vereins: die Abstiege aus der Verbandsliga führten zu einem Aderlass einiger guter Spieler, denen die sportliche Herausforderung in der A-Liga nicht genügte - denn dort hat(te) man kaum Gegner: so erreichten die Dornbacher in einer Saison beispielsweise 22 Siege aus ebenso vielen Spielen. Sportklubs U14-"Pattex" setzt auf Kontinuität und Unkonventionelles Trotz aller Unwägbarkeiten versuchte Grozurek, den Stamm seiner Mannschaft so gut wie möglich zusammenzu"kleben". Der stets ruhige und immer besonnene U14-Coach schaffte im Laufe der Jahre ein Klima gegenseitigen Vertrauens und des respektvollen Umgangs miteinander. Diese familiäre Atmosphäre ließ seine Schützlinge zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammenwachsen, die nicht nur zu sportlichen Erfolgen führte, sondern "Abwanderungsgedanken" mittlerweile gar nicht mehr aufkommen lassen. Grozurek legt großen Wert auf Kontinuität - als Kicker, als Trainer oder bei seinem Arbeitgeber, dem er seit mittlerweile mehr als 25 Jahren die Treue hält. Fluktuation bereitet dem Trainerfuchs keine Freude. Neuzugänge haben es deshalb besonders schwer, in die seit Jahren weitgehend unveränderte Mannschaft zu kommen. Dafür kann es schon einmal passieren, dass der Trainer auf unkonventionelle Maßnahmen setzt: so stieß vor annähernd zwei Jahren ein Spieler zum Sportklub, der vorher bei keinem Verein tätig war und daher über keinerlei Grundlagenausbildung verfügte, dessen hervorragende Anlagen Günter Grozurek aber sofort erkannte - dieser Spieler war Lukas Fuhrmann, der mittlerweile zu den Stützen der Sportklub-U14 zählt. Die letzten Zeilen sollten die an einem Wechsel zu Günter Grozureks Team Interessierten aber keinesfalls abschrecken. Der U14-Trainer legt auch hier wenig Wert auf Oberflächlichkeit: so wird jeder "Interessent" einem zwei- bis dreiwöchigen "Check" unterzogen - erst dann fällt "Pattex" eine Entscheidung. "Aufgestellt" wird im Training Grozurek hat seinen Schützlingen früh vermittelt, worauf es ankommt. Seine Spieler wissen deshalb, dass ihr Trainer Wert auf gute Trainingsarbeit legt. "Fixleiberl" gibt es für keinen seiner 19 Kaderspieler. "Passt" die Trainingsleistung, stehen die Chancen für Einsätze in Meisterschaftsspielen gut. Kein Wunder also, dass es bei den U14-Trainingseinheiten ungemein konzentriert zugeht. Ernsthafte Arbeit und der Versuch, die Traineranweisungen bestmöglich umzusetzen, stehen dabei im Vordergrund. Der Spaß kommt deswegen aber nie zu kurz. Ziele für die Saison 2004/05 beinahe erreicht - Dank ans Team - Ausblick auf die kommenden Jahre Günter Grozurek hatte vor Beginn der A-Liga-Saison 2004/05 zwei große Ziele: Den Meistertitel in der Altersklasse sowie möglichst viele Punkte für die Gesamtwertung, damit der sofortigen Wiederaufstieg des Sportklubs in die höchste Wiener Nachwuchsliga sichergestellt wird. Beides dürfte eindrucksvoll gelingen - Sportklubs U14 war bisher die erfolgreichste Punktemannschaft aller A-Liga-Vereine und steht kurz vor dem Klassentitel. Trotz der großen Erfolge blieb der Dornbacher U14-Coach stets bescheiden und weist bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass er "nur" der Trainer einer mit vielen Talenten gespickten Mannschaft ist. Und wenn Günter Grozurek in höchsten Tönen über seine Schützlinge spricht, spürt man den Stolz und die Dankbarkeit, Trainer DIESER Mannschaft sein zu dürfen. Es war ihm wichtig, dass in seinem Portrait die Leistungen des Teams hervorgehoben werden und ein Dank an seine Spieler durfte natürlich auch nicht fehlen - darum auf diesem Weg: "Danke, Jungs!" Für die nächste Saison sind die Ziele aufgrund der höheren Anforderungen in der WFV-Liga weit "niedriger" gesteckt: Grozurek peilt mit seinem Team im Falle eines Aufstiegs die Plätze 5 bis 7 an - viel wird laut seiner Einschätzung davon abhängen, wieviel das Intermezzo in der A-Liga "gekostet" hat. Längerfristig wäre es Günter Grozureks Wunsch, einen "seiner Jungs" in einer Sportklub-Kampfmannschaft spielen zu sehen - er hält drei bis vier Spieler für befähigt, in vier bis sechs Jahren den Sprung dorthin zu schaffen. Mit Umfeld im WSK-Nachwuchs weitgehend zufrieden Ein gutes Zeugnis stellt der U14-Trainer der Nachwuchsarbeit bei der Spielgemeinschaft Wiener Sportklub/Helfort/Ottakring aus. Ging es in den Anfängen seiner Trainertätigkeit bei den Hernalsern noch drunter und drüber, haben sich die Rahmenbedingungen seit der Übernahme der Jugendleitung durch Helmut Janecek deutlich verbessert. Ein paar Wünsche hat der erfolgreiche U14-Coach aber dennoch: eine gemeinsame Nachwuchs-Heimstätte, die sowohl für SpielerInnen als auch für Trainer motivationsfördernd wäre, und eine Intensivierung der Beziehungen zwischen Kampfmannschaft/Vereinsleitung und Nachwuchs. Dazu bedürfte es nur einiger Signale, die dem Nachwuchs das Gefühl geben, innerhalb des Vereins anerkannt zu sein. Persönliche Ziele Günter Grozurek ist seines Trainerjobs nicht müde. Obwohl es kaum Tage gibt, an denen er nicht auf dem Fußballplatz anzutreffen ist, ist seine Freude am Traineramt ungebrochen. Die Weiterbildung lässt er trotz alledem nicht aus den Augen: neben privatem Studium neuer Trainingsmethoden, wird er im Juni 2005 den Verbandstrainer-Lehrgang besuchen und diesen voraussichtlich mit Bravour abschließen. Solange "seine Buam" spielen, will der gevifte Taktiker unbedingt weitermachen, kann sich aber auch eine über diese Zeit hinausgehende Tätigkeit als Nachwuchstrainer gut vorstellen - immerhin wächst mit seiner sechsjährigen Tochter Lisa bereits die nächste Generation heran. Eines steht aber in jedem Fall fest: für den treuen Günter kommt nur ein Trainerjob beim Wiener Sportklub in Frage! © Wiener Sportklub [5130] - [drucken] | ||||
Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | AGBs © 2003 - 2013 wienersportklub.at |
