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U23 zahlt Lehrgeld in Ottakring | Helfort vs. WSK-1b 3:1 (1:0)


WS Ottakring - WSK 1B | 25.5.2013 - 16.00 | 26. R RLO | KURZVORSCHAU
WS Ottakring - WSK 1B | -:- | 26. R RLO | SPIELINFOS
RED STAR PENZING - WSK 1B | 1:2 | 30. R OL-A | SPIELBERICHT
Helfort 15 - WSK 1B | 1:1 | 24.R. OL-A | SPIELINFOS
WSK 1B - Polska | 5:1 | 23. R. OL-A | SPIELBERICHT
Rennweger SV - WSK 1B | 3:6 | 22. R OL-A | SPIELINFOS
WSK 1B - Cro-Vienna Florio | 6:3 | 21. R OL-A | SPIELINFOS
ASV 13 - WSK 1B | 2:3 | 20. R OL-A | SPIELBERICHT
WSK 1B - Ankerbrot | 19. R OL-A | 5:0 | KURZINFOS
WSK 1B - A11-R.Oberlaa | 18. Runde OL-A | 5:0| KURZINFOS
Kaiserebersdorf-Srbija 08 - WSK 1B | 17. Runde OL-A | 10.03.2013| INFOS
WSK 1B | Karacan und Güclü im Team der Oberliga A Hinrunde 2012/13!
WSK 1B -Red Star Penzing | 4:3 | 15. R OL-A | 24.11.2012 | SPIELBERICHT
Wienerberg - WSK 1B | 4:1 | 14. R OL-A | 18.11.2012 | SPIELBERICHT
WSK 1B - Wienerfeld | 7:0 | 13. R. OL-A | SPIELBERICHT
UNION MAUER - WSK 1B | 3:2 | 12.R OL-A | SPIELINFOS
WSK 1B - WS Ottakring | 0:3 | 11. Runde OL-A | KURZINFOS
1980 Wien - WSK 1B | 2:2 | 10. R OL-A | 20.10.2012 | SPIELBERICHT
WSK 1B - Helfort 15 | 1:0 | 9. R OL-A | SPIELBERICHT
Polska - WSK 1B | 0:16 | 8. Runde OL-A | SPIELBERICHT
WSK 1B - Rennweger SV | 9:2 | 7. Runde OL-A | SPIELBERICHT
WSK 1b - ASV 13 | 3:2 | 5R OL-A 2012/13 | SPIELBERICHT
Ankerbrot - WSK 1B | 7.9.2012 | 0:0 | 4. R OL-A | SPIELBERICHT
A11-Rapid Oberlaa : WSK 1B | 3.R OL-A | 1:1 | SPIELINFOS
WSK 1B - SC Kaiserebersdorf-Srbija 08 | 5:0 | 2.R OL-A | SPIELBERICHT
WOLFERSBERG - WSK 1B | 1.R. OL-A | 0:7 | SPIELBERICHT
RED STAR PENZING - WSK 1B | 14.5.2013 - 19.00 Uhr | 30. R OL-A | KURZVORSCHAU
WSK 1B - FC 1980 Wien | 11.5.2013 - 15.15 Uhr | 25. R Ol-A | SPIELINFOS
WSK 1B - FC 1980 Wien | 11.5.2013 - 15.15 Uhr | 25. R Ol-A | VORSCHAU
Helfort 15 - WSK 1B | 4.5.2013 | 24.R. OL-A | VORSCHAU
WSK 1B - Polska | 27.4.2013 | 23. R. OL-A | VORSCHAU
Rennweger SV - WSK 1B | 20.4.2013 | 22. R OL-A | KURZVORSCHAU
WSK 1B - Cro-Vienna Florio | 13.4.2013 | 21. R OL-A | VORSCHAU
WSK 1B - A11-R.Oberlaa | 18. Runde OL-A | 16.03.2013| INFOS
WSK 1B -Red Star Penzing | 15. Runde OL-A | 24.11.2012 | VORSCHAU
Wienerberg - WSK 1B | 14. Runde OL-A | 18.11.2012 | VORSCHAU
WSK 1B - Wienerfeld | 13. Runde OL-A | 10.11.2012 | VORSCHAU
UNION MAUER - WSK 1B | 12.R OL-A | 3.11.2012 | VORSCHAU
WSK 1B - WS Ottakring | 11. Runde OL-A | 25.10.2012 | VORSCHAU
1980 Wien - WSK 1B | 10. R OL-A | 20.10.2012 | VORSCHAU

Trotz dünner Personaldecke ist die junge Schlösinger/Soura-Truppe gegen eine teilweise überhart agierende aber effiziente Helfort zwar Spiel bestimmend, kann aber insgesamt zu wenige Torchancen herausarbeiten und muss sich am Ende geschlagen geben.



Die Parallelprogrammierung von U18, U23 und Kampfmannschaft bringt beim Oberligaspiel der 1b zahlreiche Premieren mit sich. Die Personalnot macht die Ersatzbank von Norbert Schlösinger, dessen Co-Trainer Idrissa Soura leicht zeitversetzt die U18 in Simmering coacht, zu einer verstärkten U16. Die 96er Selman Aydin, Alisan Kalkan und U16-Goalie Christopher Janecek werden durch den 94er Andreas Simoner verstärkt.

Mit Lukas Fuhrmann und Florian Grozurek fehlen der U23 von Schlösinger/Soura im Spiel gegen Helfort verletzungsbedingt zwei der drei wichtigen 91er-Routiniers. Sie können ihre Teamkollegen nur aus dem Zuschauerbereich unterstützen. Damit wird auf dem Helfort-Kunstrasen Torhüter Hakan Kara zum „Methusalem“ der WSK-1b. Der verbleibende 91er führt in der Startaufstellung von hinten ein 93er-Team, das durch das 94er-„Küken“ Fuat Karacan seinen vorläufigen Abschluss am anderen Ende der Altersskala findet und von Yannick Soura als Kapitän auf das Feld geführt wird.
Soura ersetzt in der Innenverteidigung Aleksandar Milenkovic, der parallel mit der U18 in Simmering einen Punkt durch ein 0:0-Unentschieden holt. Für den verletzten Lukas Fuhrmann rückt Patryk Bercik auf dem linken Flügel in die Startformation. Ansonsten bleiben Startaufstellung und System gegenüber dem Wienerfeldspiel unverändert. Im 4-4-2 läuft der pfeilschnelle Fuat Karacan als Stoßstürmer auf, während der spielstarke Sasa Djokic leicht hängend agiert.

Die Dornbacher treten im Durchschnitt mit einer U19 an und zeigen sich in ihrer Spielauffassung ebenso unbekümmert. Die erste Viertelstunde entwickelt sich für die Gastgeber zu einem Cooper-Test. Während die Keller-Truppe dem Spielgerät hinterher jagt, nähern sich die Schlösinger-Jungs immer mehr dem Gehäuse von Helforts Nummer Eins Eixelsberger an, der nach seiner Verletzung gegen die Dornbacher erst seinen zweiten Meisterschaftseinsatz feiert. In der fünften Spielminute besteht der Goalie der Gastgeber seine erste Feuertaufe durch einen scharfen Schuss von Patryk Bercik aus spitzem Winkel. Eixelsberger kann zur Ecke fausten, ein früher Rückstand der Gastgeber ist verhindert. Nach zehn Minuten kommen die Hausherren erstmals vor das Tor von Hakan Kara, aber mit dem Schussversuch von Robert Bachmeier hat der WSK-Schlussmann leichtes Spiel. Auf der Gegenseite muss sich Eixelsberger bei einer Flanke von Nolz schon mehr anstrengen. Er kann das Spielgerät gerade noch mit einer Hand vor Fuat Karacan aus dem Ottakringer Abendhimmel pflücken.
In der 15. Spielminute zeigen die Gäste Fußball in Reinkultur. Das Spielgerät läuft auf der linken Angriffsseite mit einmal Berühren durch die Abwehrreihen von Helfort: Karacan, Bercik, Djokic, Abschluss Brem – aber sein Schuss fällt etwas zu schwach aus. Nur eine Minute später zirkuliert die Kugel erneut in den schwarz-weißen Reihen. Dogas schickt Nolz auf der rechten Seite, dessen Flanke kann Eixelsberger im letzten Moment vor dem anstürmenden Karacan wegfausten. Bei einem harmlosen direkten Freistoß von Brem nach Foul am ständig gefährlichen Nolz zeigt sich, dass die Schussstiefel des hoch veranlagten Mittelfeldmotors an diesem Spieltag nicht ganz so reibungslos funktionieren wie zuletzt gegen Wienerfeld.
In der 25. Spielminute ereilt die Dornbacher Defensive ein Vorgeschmack auf die kommenden Ereignisse. Während Helfort das Spiel bis dahin praktisch nur als Passagier begleiten konnte, werden die Gäste im Spielaufbau etwas leichtfertig. Ein Ballverlust nach nicht geahndetem Foulspiel an Djokic durch Krysztof Przaka wird von den Gastgebern zu einem clever gespielten Konter genutzt, aber vor dem Tor agieren die Helfort-Angreifer zu umständlich. Przaka ist neben Stefan Bugl in Halbzeit Eins übrigens einer der wenigen Helfort-Akteure, die den Zweck des Spiels vergessen und die spielerische Überlegenheit der Gäste durch grobes Foulspiel wettmachen wollen. Leider reagiert Schiedsrichter Vodik nicht regelkonform und verzichtet darauf, das wiederholte Foulspiel von Przaka rechtzeitig mit einer Gelben Karte zu ahnden. Eine Entscheidung, die im Verlauf der zweiten Halbzeit fast noch zu einer Wiederholung so mancher legendären Schnalzerei am Helfort-Platz führen sollte. Und ein Umstand, den Sasa Djokic mit untauglichen Mitteln zu verhindern sucht. Bei fast jeder Berührung schreit er laut auf. Eine Unsportlichkeit, die er besser unterlassen sollte und die letztendlich bei Schiedsrichtern oft zum gegenteiligen Effekt führt: Die spielstärkeren Akteure werden nicht besser geschützt, sondern die Pfeife bleibt dann manchmal stumm, wenn es wirklich geschnalzt hat.
Gegen Ende der ersten Halbzeit kommt die Keller-Truppe besser ins Spiel. Nach einem Gestocher im Dornbacher Strafraum knallt Christoph Gotovnik das Leder deutlich über den Kasten von Hakan Kara, aber in der 35. Spielminute nutzen die Gastgeber die Standardschwächen der WSK-1b. Einen ersten Eckball kann Kohlhauser noch klären, aber die Wiederholung bringt einen zweiten Ball, den Hörist gefühlvoll aufs lange Eck hebt, wo sich drei vereinsamte Helfort-Spieler gegenseitig decken dürfen und Manuel Bugl wenig Mühe hat das 1:0 zu erzielen. Zwei Chancen. Ein Tor. Effizienz, dein zweiter Vorname lautet Helfort.
Für die Schlösinger-Truppe ist das Gegentor ein Weckruf. Der Offensivzug nimmt wieder Fahrt auf. Höhepunkt ist eine Traumkombination, die beim wie immer stark agierenden Innenverteidiger Peter Kohlhauser ihren Ausgang nimmt. Der tankt sich durchs Mittelfeld und ist auch durch Foulspiel nicht vom Ball zu trennen. Sein Zuspiel verarbeitet Patryk Bercik technisch perfekt auf der linken Seite, zieht in den Strafraum und legt umsichtig auf den aufgerückten Brian Brem zurück. Dessen Abschluss schlägt knapp neben dem Torpfosten ein. Aber aus Sicht der Gäste leider auf der falschen Seite. Die Schlösinger-Truppe geht mit einem 1:0-Rückstand in die Pause. Zuvor zeigt Schiedsrichter Vodik Helfort-Rauhbein Przaka endlich die Gelbe Karte, nachdem dieser Hakan Kara mit einem Foulspiel am Ausschuss hindern wollte. Eine korrekte Spielführung, die der Unparteiische nicht nur schon früher hätte durchziehen müssen, sondern im Verlauf der zweiten Halbzeit nie verlassen dürfte. Aber dazu später mehr.

Beide Teams kommen unverändert aus den Kabinen. Die Dornbacher beginnen die zweite Halbzeit noch aggressiver als die erste. Schon in der ersten Minute brennt der Helfort-Strafraum. Djokic glänzt mit einem Abschluss, aber Eixelsberger steht dem Dornbacher Angreifer mit seiner Parade um nichts nach und auch den zweiten Ball kann der Helfort-Goalie klären. Das Bild ist bekannt: Die Gäste laufen an. Die Hausherren warten auf ihre Konterchancen. Da warten sie zu diesem Zeitpunkt allerdings lange, denn außer bei einer kleinen Unsicherheit zwischen Kohlhauser und Kara nach einem langen Ball können sie den Strafraum der Dornbacher nur im sehr schwachen Schimmer des mittlerweile notwendigen Flutlichts aus der Ferne wahrnehmen. Auf der anderen Seite wird der Strafraum zwar belagert, aber es fehlt ganz eindeutig an den zündenden Ideen, um diesen auch dauerhaft und gefährlich zu besetzen. Zu oft wird der Weg über die Mitte gesucht. Zu selten wird der Erfolg über die Flanken probiert.

Und dann nimmt noch das „Dritte Element“ Einfluss auf das Spielgeschehen. Der Assistent 1 Mattias Hartl hat nach knapp 55 Spielminuten entweder einen akuten Anfall von Heimtendenz oder der Assistent ist mit der Regelkunde ähnlich auf dem Kriegsfuß wie Stefan Bugl mit dem Spielgerät. Endlich geht das Spiel der Dornbacher über die Flanke, doch der frei durchbrechende Fuat Karacan wird vom Assistenten wegen Abseits zurückgepfiffen. Die Fehlentscheidung ist so eklatant, dass Assistent Hartl froh sein muss, dass es keine Videoanalyse nach dem Spiel gibt. Einzige Entschuldigung könnte das tatsächlich sehr schwache Flutlicht sein.
Aber wenig später wird eine eindeutig faire Balleroberung von Fuat Karacan gegen den „Feinmotoriker“ Stefan Bugl vom Gespann Vodik-Hartl fälschlicherweise als Foulspiel des WSK-Stürmers präsentiert. Während Karacan den Ball sauber gespielt hat und Bugl mit dem gestreckten Bein versucht hat, sich aus seiner Überforderung zu befreien, wäre der pfeilschnelle 94er-Stürmer der Gäste vor Goalie Eixelsberger alleine auf weiter Flur gewesen.
Der Unmut der Dornbacher gegenüber dem Schiedsrichterteam steigert sich nur wenige Minuten später. Der Dauerdruck der Gäste scheint endlich Zählbares zu bringen. Marko Dogas trickst das Defensiv-Bollwerk der Gastgeber mit einer schönen Flanke auf den durchbrechenden Gerry Nolz aus. Gegenspieler Stefan Bugl kann den Dornbacher Außenbahnspieler nicht einmal mit den von ihm bevorzugten unlauteren Mitteln stoppen und ein Eingreifen von Siegfried Eixelsberger unterbindet Nolz, indem er das Spielgerät einfach völlig humorlos in die Maschen knallt. Doch statt das 1:1 zu notieren, hebt Assistent Hartl seine Fahne. Eine zumindest sehr knappe Entscheidung.
Und nur kurz danach zeigt Stefan Bugl zum wiederholten Male seine fußballerischen Qualitäten. Gerry Nolz wird von ihm direkt vor Schiedsrichter Vodik und mit gutem Blick für Assistent Hartl mit einer klaren Tätlichkeit umgemäht. Der Ball war schon längst abgespielt. Nachdem die Wrestler-Variante der Bugl-Brüder davor schon mehrfach die Gelbe Karte verdient hätte, lässt sich nun Schiedsrichter Vodik zu einer eklatanten Fehlentscheidung hinreißen: Er zeigt Bugl nur den Gelben Karton. Eigentlich müssten jetzt beide Bugl-Brüder gemeinsam unter der Dusche stehen, denn zuvor hätte bei einer korrekten Regelinterpretation von Schiedsrichter Vodik Kapitän Manuel Bugl das Spielfeld verlassen müssen, nachdem er zuerst seine Mitspieler und vor allem seinen Bruder vor dem Schiedsrichter mehrfach lautstark derb beschimpft hatte und dann auch noch eine Tätlichkeit gegen den Mitspieler und Bruder Stefan beging. Manuel Bugls Gesichtsausdruck erinnerte in dieser Szene übrigens an Joe Pesci kurz bevor er in Martin Scorseses „Casino“ dem Herrn in der Bar seine Füllfeder zurückgibt.
Herrn Vodik und Herrn Hartl sei das Videostudium des Premier League-Spiels Newcastle United vs. Aston Villa aus dem Jahr 2005 empfohlen: Nachdem Lee Bowyer und Kieron Dyer ihre mannschaftsinternen Auseinandersetzungen auf der Ebene von Beschimpfungen und Tätlichkeiten auf dem Spielfeld lösen wollten, wurden sie vom Schiedsrichter des Feldes verwiesen. Und Helfort würde ein Alan Shearer gut tun, der seine Mitspieler im Newcastle-Dress voneinander trennte und sie beide, da sie weiterhin einfach keine Ruhe geben wollten, wie die Katzenmutter ihre unartigen Babys am Schlafittchen vom Rasen führte. Shearer wäre sich sicherlich auch nicht zu schade gewesen, Stefan Bugl für seine Nachdenkpause ein Fußball-Malbuch zu vermachen, in der Hoffung, dass das wiederholte Ausmalen des Spielgerätes zu einer höheren Wiedererkennung im Spiel selbst führen möge. Denn wie hat schon der verstorbene Georg Danzer gemeint: „Des kaun do no ned ollas gwesn sein.“
Und die Vodik-Festspiele finden in der 65. Spielminute ihre Fortsetzung. Während die Dornbacher 1b den Gastgebern wiederholt um die Ohren läuft und diese sich nur mehr mit teilweise groben Fouls zu helfen wissen, überrascht der Unparteiische erneut mit einer gastfreundlichen Regelauslegung. Ein böses Foul von hinten des ansonsten als „Shearer von Helfort“ auftretenden Roland Hörist an Marko Dogas ist Vodik nicht einmal eine Vorteilsentscheidung wert. Da Dogas den Ball aber trotz des Fouls weiterleiten kann, muss auch Manuel Bugl noch einmal seine Auffassung von Kampffußball einbringen und versucht ebenfalls, einem Dornbacher Jungspund die Beine von hinten zu brechen. Während Hörist über 90 Minuten mit seinen fußballerischen Qualitäten zu überzeugen wusste und sicherlich an diesem Abend zu den besten Akteuren am Platz zu zählen ist, hätte sich Manuel Bugl für diese Aktion mehr als nur die Gelbe Karte verdient gehabt. Und wäre Schiedsrichter Vodik zuvor schon dem Regelwerk gefolgt, dann wäre Manuel Bugl wie oben erwähnt schon längst nicht mehr auf dem Feld gestanden.
Und da man Tore, die man nicht schießt oder die der Schiedsrichter nicht anerkennt, selbst bekommt, dauert es nicht lange und Juhas kann auf der rechten Seite bei einem der spärlichen Konter der Keller-Truppe den Pass nicht unterbinden. Dogas übersieht im Rückraum den aufrückenden Simon Madanoglu und der schiebt sicher zum 2:0 aus Sicht von Helfort ein. „Gegen den Spielverlauf“ wäre ein Hilfsausdruck, aber vor dem Tor agieren die Gastgeber wesentlich effizienter und so geht die Führung letztendlich in Ordnung. Trainer Schlösinger reagiert und bringt mit Andreas Simoner eine Offensivkraft für Rade Josipovic, der auf seiner linken Abwehrseite wieder eine gute Leistung gezeigt hat. Später kommt mit Selman Aydin sogar noch der hoch veranlagte Kapitän der U16 zu seinem ersten Einsatz in der U23. Am Spielgeschehen ändert sich aber auch nach den Wechseln wenig. Die Dornbacher müssen aufgrund des 0:2-Rückstands immer offensiver agieren und Helfort kann sich durch Konter besser in Szene setzen. Während Sasa Djokic das Spielgerät über die Latte setzt, treffen diese die Gastgeber per Kopf nach einem Freistoß. Die Helfort-Standards bereiten der Schlösinger-Truppe an diesem Abend wiederholt Schwierigkeiten. Nach einer Ecke muss Hakan Kara einen Schuss von Markus Sieder entschärfen. Nach einem guten Konter der Keller-Truppe muss Kara nicht eingreifen, da der eingewechselte Ex-Dornbacher Andreas Lebinger das Spielgerät knapp neben das Gehäuse setzt.
Drei Minuten vor dem offiziellen Spielende keimt dann bei den Gästen noch einmal Hoffnung auf. Tomas Juhas tankt sich Richtung 16er. Sein Zuspiel setzt Yannick Soura an die Stange, aber mit dem Abpraller hat der goldrichtig stehende Fuat Karacan kein Problem und schiebt das Spielgerät zum verdienten 2:1-Anschlusstreffer in die Maschen. Das Tor ist auch eine Belohnung für den unermüdlichen Einsatz des 94er-Stürmers. Doch die weiteren Offensivbemühungen der Gäste bringen nichts ein und so fällt nach einem Konter und dem folgenden Freistoß in der 91. Minute noch das 3:1 aus einem Kopfball von Milos Gicic.

Fazit: Am Ende eine bittere Niederlage für die Schlösinger/Soura-Truppe, die vor allem in den ersten zwanzig Minuten die Hausherren schwindlig gespielt hat. Ein blendend aufgelegter Helfort-Goalie Eixelsberger wusste sein Team im Spiel zu halten und die Dornbacher Offensive erarbeitete sich aus der Feldüberlegenheit zu wenige klare Torchancen bzw. agierte vor dem Gehäuse nicht abgebrüht genug. Ganz anders die Lage bei der Keller-Truppe. Bis zum 2:0 zeigte Helfort eine fast perfekte Chancenauswertung. Während sich die Rauhbeine aus Ottakring in der ersten Halbzeit weitgehend positiv zurückhielten, zeigten sie in der zweiten Halbzeit ihren Gegenspielern zumeist das gestreckte Bein – unterstützt von einem schwachen Schiedsrichterteam, das den Regelverstößen nicht entsprechend konsequent entgegentrat. Nach dem Treffer zum 2:0 kommt Helfort gegen wild angreifende Dornbacher noch zu mehreren Konterchancen, die das Ergebnis am Ende gerechtfertigt erscheinen lassen. Die routiniertere Mannschaft hat sich durchgesetzt. Die Dornbacher 1b muss sich im dritten Auswärtsspiel der Saison erneut geschlagen geben und empfängt in der kommenden Runde im Trainingszentrum den Fusionsverein Kaiserebersdorf-Srbija 08.
(HA & OS)

Helfort - Wiener Sportklub 1b 3:1 (1:0)
Torschütze WSK 1b: Fuat Karacan (87.)
Sr. Vodik, Helfort-Platz, 150 Zuschauer
Gelbe Karten WSK 1b: –
Für die WSK 1b liefen auf (vrnl): Hakan Kara; Tomas Juhas – Yannick Soura (K) - Peter Kohlhauser - Rade Josipovic (65. Andreas Simoner); Gerry Nolz - Marko Dogas - Brian Brem - Patryk Bercik (76. Selman Aydin); Sasa Djokic, Fuat Karacan
Nicht eingesetzt wurden: Christopher Janecek (ET), Alisan Kalkan

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