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| News | 1980 Wien vs. WSK 1b 3:2 (2:2) | 22. Runde OLA 10/11 | |||
| Trotz spielerisch starker Szenen und zwei schön herausgespielter Tore muss sich die 1b von Korucu/Grozurek/Soura erstmals in ihrer Geschichte 1980 Wien geschlagen geben. Serien enden irgendwann, konnte die Erste am Freitag nach ihrem Sieg in Baumgarten zufrieden feststellen. Serien enden irgendwann, musste die U23 am Samstag frustriert nach der ersten Niederlage gegen 1980 Wien im achten Aufeinandertreffen feststellen. Dabei standen die Zeichen gut. Bei einem Legendenvorspiel am idyllischen Vorstadtplatz in der Franz-Koci-Straße streifte U18-Trainer Idrissa Soura seine Torhüter-Handschuhe über. Das Wetter zeigte sich ebenfalls von seiner positiven Seite und die Dornbacher konnten mit Yannick Soura, Burak Özbek, Hakan Kara, Marko Dogas, Ali Kaya und dem rekonvaleszenten Cemil Tosun auf sechs Leihgaben der Ersten in der Startformation zurückgreifen. Cemil Tosun, der nach erneuter Verletzungspause sein erstes Bewerbsspiel seit dem November 2010 (FAC TfW) bestritt, drückte mit seinen eigentlich immer noch recht jugendlichen 24 Jahren ordentlich auf den Altersschnitt der Dornbacher 1b und führte die Korucu/Grozurek/Soura-Truppe als Kapitän auf das Rasenfeld in Favoriten. Die Gäste bemühen sich von der ersten Minute an ihr Kombinationsspiel aufzuziehen, gegen das die Simon-Truppe mit hohen läuferischen Einsatz und aggressiven Zweikampfverhalten dagegenhält. Nach Balleroberungen bemüht sich 1980 Wien um den schnellen Pass in die Tiefe. Diese unterschiedlichen Spielkonzepte bringen bis zur 7. Spielminute zwei Halbchancen für die Hernalser und eine für die Gastgeber. Dann die 7. Spielminute: Ein Konter der Hausherren wird von Peter Kohlhauser gegen Silviu Burcoiu zu einem Einwurf geklärt. Dieser bringt eine Flanke von Burcoiu. Der Ball kommt am Fünfer zu Helmi Skhiri, der von drei Dornbacher flankiert aber völlig unbedrängt Hakan Kara aus kürzester Distanz keine Chance lässt und zum 1:0 aus Sicht der Gastgeber einnetzt. Damit erfährt die durch die Rückkehr von Yannick Soura neu formierte Abwehr eine kalte Dusche. Vor allem das Innenverteidigerduo Kohlhauser/Soura hätte sich ihre Reunion wohl anders vorgestellt. Die Dornbacher spielen trotz des Gegentreffers wieder couragiert nach vorne. Ein schönes Zuspiel von Marko Dogas auf den durchbrechenden Sasa Djokic wird wegen Abseitsstellung abgepfiffen. Auf der Gegenseite verursacht vor allem der schnelle Matthias Stecher Linksverteidiger Alexander Milenkovic Kopfzerbrechen. Stefan Vogelweider versucht es für 1980 aus der zweiten Reihe, aber sein Abschluss sucht in höheren Luftschichten einen Anschlussflug. Gefährlicher und durchdachter wirken da weiter die Bemühungen der Gäste. Ein tiefes Zuspiel auf Ali Kaya nach Ballstafette im Mittelfeld schickt den Mittelstürmer der Hernalser in ein Laufduell mit Goalie Braunsteiner, dass dieser nur äußerst knapp für sich entscheiden kann. Ein schöner Angriff über Tosun, Dogas und Milenkovic bringt einen Freistoß aus gefährlicher Position, nachdem der Linksverteidiger der Gäste regelwidrig vor dem Strafraum vom Ball getrennt wurde. Der folgende Djokic-Freistoß wird zur Ecke abgewehrt. Die tritt Özbek, der den kopfballstarken Cemil Tosun findet. Der Ball schleicht sich aber am langen Eck vorbei. In der 20. Spielminute reagiert Schiedsrichter Naeim erstmals auf die taktischen Fouls der Hausherren, die den Spielfluss der Korucu-Truppe brechen sollen. Mittelfeldmotor Stefan Vogelweider hat sich den Gelben Karton redlich verdient. Die Dornbacher suchen weiter den Weg in den Strafraum der Gastgeber. In der 23. Spielminute einer der schönsten Spielzüge: Tosun und Djokic kombinieren sich auf der linken Seite mit einem doppelten Doppelpass durch die Abwehrreihen von 1980. Tosun bedient an der Strafraumgrenze Ali Kaya, der sieht rechts den durchlaufenden Burak Özbek, der das Zuspiel schön annimmt, Peter Vogelweider mit einem Haken nach innen ins Leere fahren lässt und vor dem Abschluss von Vogelweider II doch noch sehr grenzwertig vom Ball getrennt wird. Der mögliche Elferpiff bleibt aber aus. Nur zwei Minuten später brennt es schon wieder vor dem Gehäuse von Braunsteiner. Patryk Bercik nutzt eine Unaufmerksamkeit im Spielaufbau von 1980 und geht bis zur Grundlinie durch. Sein Stanglpass kommt überraschend durch und erwischt Djokic auf dem falschen Fuß. Den zweiten Ball erobert Cemil Tosun. Sein scharfer Abschluss wird von einem 1980-Verteidiger abgeblockt. In der 26. Spielminute folgt dann die zweite kalte Dusche für die 1b. Burak Özbek schleppt im Mittelfeld Skhiri. Der klopft mehrmals kräftig von hinten an den Unterschenkel der Dornbacher Nr. 11. Özbek stellt neben dem (in dieser Situation) gut postierten Unparteiischen den Spielbetrieb ein. Naeim verzichtet auf den Pfiff. Skhiri nimmt sich des herrenlosen Spielgeräts an und überhebt den aufgerückten Hakan Kara zum 2:0 aus Sicht der Gastgeber. Auch wenn es sich um eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichters gehandelt hat, so gilt der Grundsatz: Foul ist es, wenn der Schiri pfeift. Damit liegt die U23 plötzlich völlig gegen den Spielverlauf mit zwei Toren Marke: „fast ein Eigentor“ zurück. Özbek diskutiert mit dem Schiedsrichter über seine fragwürdige Spielleitung. Dieser zeigt sich selbst lernresistent, bemüht sich aber mit einer Gelben Karte um die Fortbildung von Özbek. In der Folge müssen die Gäste noch mehr für das Spiel tun und eröffnen der Heimmannschaft weitere Räume für Kontermöglichkeiten. Die Szenerie bleibt aber weitgehend unverändert. In den Kontern ist 1980 vor allem über Burcoiu und Stecher gefährlich, hinten ist Peter Vogelweider als Linksverteidiger mit seinen Gegenspielern überfordert und im Zentrum rüttelt Stefan Vogelweider kräftig an der Gelb-Roten Karte. Offensivaktionen über mehrere Stationen zeigen fast nur die Gäste, die sich mehr und mehr vor dem Tor von 1980 einbunkern. Aber trotz mehrere Ecken und Halbchancen will das Tor nicht gelingen. Bis in der 37. Spielminute Marko Dogas mit einem Traumpass die Innenverteidigung Prinz/Beroun düpiert und Patryk Bercik den anstürmenden Dominik Braunsteiner gefühlvoll zum 2:1 überhebt. Auf der Gegenseite kommt 1980 wieder durch einen ausbleibenden Foulpfiff zu einer Chance. Ali Kaya wird vor dem Strafraum gefoult, statt Freistoß gibt es Konteralarm, aber der umsichtige Peter Kohlhauser kann gegen Silviu Burcoiu klären, der zum Glück eigensinnig agiert und seine frei mitlaufenden Kollegen nicht sieht. Kurz vor dem Pausenpfiff bessert Burak Özbek seinen Anteil am 2:0 aus. Ähnlich wie zuvor Dogas bedient er einen Angreifer mit einem sehenswerten Zuspiel. Ali Kaya stürmt alleine auf den 1980-Goalie zu und lässt ihm mit einem technischen starken Abschluss keine Chance. Damit geht es mit einem 2:2 in die Kabinen. Die Dornbacher haben sich in der ersten Hälfte selbst das Spiel unnötig schwer gemacht. Zwei vermeidbare Gegentreffer sorgen dafür, dass die beiden schön heraus gespielten Tore gerade einmal für einen Gleichstand reichen. Der zweite Durchgang beginnt mit einer Strafraumszene für Patryk Bercik, der aber nicht konsequent genug auf den Ball draufgeht. 1980 kommt erstmals mit einem Schussversuch von Helmi Skhiri vor das Gehäuse von Kara, aber der Ball geht deutlich drüber. Ein guter Konter der Gäste wird zu hektisch mit einem Pass in die Spitze abgeschlossen, wo Ali Kaya von drei Verteidigern bearbeitet wird. Spielerisch am gefährlichsten bleibt bei den Gastgebern ihre rechte Seite und hier vor allem Matthias Stecher, der dem zögernden Aleksandar Milenkovic in der gegnerischen Hälfte das Spielgerät abluchst und vom mitlaufenden „Azo“ erst beim Abschluss vor dem Gehäuse von Kara entscheidend gestört werden kann. Im Gegenzug ist Milenkovic offensiv im Mittelpunkt des Geschehens. Kapitän Tosun schickt seinen Außenverteidiger tief, aber der kann das Spielgerät vor der Grundlinie nicht mehr so unter Kontrolle bringen, dass eine gute Flanke möglich ist. Danach ist in der 55. Spielminute der Spieltag für den Torschützen zum 2:1 beendet. Raul Dragomirescu kommt für Patryk Bercik. Der schnelle Dragomirescu soll die konditionell schon angeschlagenen Gegner weiter bearbeiten. Die können sich in der 58. Spielminute erstmals nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einmal etwas länger im Gefahrenbereich der Gäste festsetzen. Ein Schuss des eingewechselten Özcan Özyer wird gefährlich abgefälscht und führt zu einer Ecke, die mit einem Kopfball knapp neben das Tor abgeschlossen wird. Gleich danach verlieren die Dornbacher den Ball leichtfertig im Spielaufbau und müssen zusehen, wie es erneut im Strafraum brennt. Die Halbchancen beleben 1980 und so zeigen sie in der 60. Spielminute den schönsten Spielzug in ihren eigenen Reihen, aber der Abschluss von Stefan Vogelweider bringt nichts ein. Die Gastgeber finden zurück ins Spiel: Matthias Stecher holt mit einem Konter über die rechte Seite eine weitere Ecke heraus, die nichts einbringt. Erst nach dieser fünfminütigen Druckphase von 1980 besinnen sich die Hernalser wieder auf ihre Stärken. Ein schöner Angriff über Özbek und Dogas wird von Ali Kaya aus halbrechter Position knapp über das Tor abgeschlossen. Dann die 65. Spielminute, die wieder einmal Schiedsrichter Naeim und seine auf beiden Seiten inkonsequente Regelauslegung im Mittelpunkt sieht. Zuerst pfeift er ein Foul an Helmi Skhiri nicht, der verletzt am Boden liegen bleibt. Da der Spielmacher der Gastgeber immer wieder mit kleineren Mätzchen und größeren Auweh-Lauten aufgefallen ist und in der ersten Halbzeit einen ausbleibenden Foulpfiff zum 2:0 genutzt hat, fahren die Dornbacher den Konter weiter. Der bringt am Ende eine gefährliche Strafraumszene für Cemil Tosun, der ganz klar regelwidrig vom Ball getrennt wird. Auch hier bleibt die Pfeife stumm. Skhiri liegt noch immer am Boden, 1980 spielt den Ball ebenfalls nicht ins aus, der Gegenkonter wird unterbunden und erst jetzt unterbricht der Spielleiter mit zwei Spielern am Boden: Skhiri leidend im Mittelfeld, Tosun angeschlagenen und völlig verblüfft im Strafraum der Gastgeber. Kompensation? Fragwürdig ob jede ausgleichende Foulentscheidung zur Kompostierung und damit Veredelung taugt. Nachdem sich alle Akteure wieder aufgerappelt haben, versuchen es die Gäste erneut mit schnellem Kombinationsfußball. Milenkovic setzt auf der linken Seite Dragomirescu ein, dessen scharfe Hereingabe Burak Özbek im Strafraum volley knapp neben das Tor setzt. Nur eine Minute später legt Djokic vor dem Strafraum auf Özbek ab, dessen Kracher Goalie Braunsteiner gerade noch über die Latte drehen kann. Das Zuspiel war die letzte Aktion von 92er Sasa Djokic, der anschließend mit Fuat Karacan einem schnellen 94er Platz macht. Und es geht weiter Schlag auf Schlag. Einen gut angetragenen Özbek-Freistoß aus dem Halbfeld kann der 1980-Schlussmann nur knapp vor zwei für den Kopfball bereiten Dornbachern zur Ecke abwehren. In dieser Phase bleibt der Defensive der Gastgeber kaum Zeit zum Verschnaufen. Einen tiefen Pass auf Ali Kaya kann Abwehrriese Andre Beroun als letzter Mann nur mit größtem Risiko beim Slding-Tackling klären. Entlastung bringt nur ein Ballverlust des mittlerweile angeschlagenen Marko Dogas im Spielaufbau, aber der Edelroller von Skhiri stellt kein Problem für Hakan Kara dar. Doch die Verschnaufpause für die Simon-Truppe dauert nicht lange. Ali Kaya kommt vor dem herauslaufenden Braunsteiner an einen Pass in die Spitze, aber der Abschluss des Dornbacher Stürmers, der eine sehr starke Partie spielt, geht um wenige Zentimeter am langen Eck vorbei. Danach kommt für den verletzten Dogas mit Alexander Stöfer ein weiterer 94er. Und der muss einen kollektiven Schockmoment mit seinen Mitspielern in der 75. Spielminute verdauen. Ein weiter Abschlag von Braunsteiner findet seinen Weg zum eingewechselten Stürmer Mesut Ünal, der sich mit grenzwertigen Mitteln im Strafraum gegen Yannick Soura durchsetzt und mit einem schönen Stanglpass das 3:2 durch Silviu Burcoiu auflegt. Der Frust über den erneuten Rückstand gegen den Spielverlauf sitzt tief. Die Dornbacher bemühen sich zwar weiter nach vorne zu spielen, aber in der Schlussviertelstunde sind die Mittel nicht mehr tauglich. Zu viele Bälle werden hektisch in die Spitze gespielt, zu oft geht der Ball im Spielaufbau leichtfertig verloren. Damit werden 1980 mehrmals gute Konterchancen ermöglicht, die Mesut Ünal für gefährliche Auftritte nutzt. So muss in den letzten zehn Spielminuten Hakan Kara öfter ins Spielgeschehen eingreifen als sein Gegenüber. Eine unnötige Niederlage der U23, die zwar spielerisch über weite Strecke erneut zu überzeugen wusste, aber sich vor allem mit den beiden ersten völlig unnötigen Gegentoren um die Fruchte der eigenen Arbeit gebracht hat. 1980 Wien freute sich nach dem Spiel über den ersten Sieg gegen die WSK U23 und konnte sich damit auch in der Tabelle gegen die Dornbacher behaupten. Für die Dornbacher Fohlen spielten: Hakan Kara - Rade Josipovic, Peter Kohlhauser, Yannick Soura, Aleksandar Milenkovic - Marko Dogas (71. Alexander Stöfer), Cemil Tosun (K) - Burak Özbek, Patryk Bercik (Raul Dragomirescu), Sasa Djokic (66. Fuat Karacan) - Ali Kaya. Tore: Bercik, Kaya. © Wiener Sportklub [1042] - [drucken] | ||||
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