Zwettl - 17. Runde RLO 23.3.2010
Harun Sulimani
Jetzt werd ich versuchen, dass ich gegen andere Teams auch Tore mach’ (lacht). Vor dem Spiel war ich besonders motiviert. Ich hab mir gedacht, dass ich gegen Zwettl schon zweimal getroffen hab und dass wir endlich voll punkten müssen, damit wir da unten rauskommen. Und das ist uns heute gelungen und ich denke, wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben es uns verdient. Nach den beiden Toren im Hinspiel war der Druck sehr groß und ich konnte die Leistung nicht so bestätigen, aber jetzt kann ich damit umgehen und versuch weiter mein Bestes zu geben. Gegen Mattersburg wollen wir jetzt auch drei Punkte holen. Es hat jeder begriffen, worum es geht und jeder ist heiß auf die nächste Partie.
Ingomar Szabo (Kapitän)
Durch die lange Winterpause und die ersten beiden Spiele war das Gefühl eines Sieges schon sehr lange her – umso schöner war es heute. Ich hab mich irrsinnig gefreut. Wir haben heute am Anfang umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten, dass sie vorne eine spielstarke Mannschaft haben und deshalb wollten wir sie erst gar nicht ins Spiel kommen lassen. Nach dem Anschlusstreffer ist wieder ein bisschen der Schlendrian reingekommen. Davor war es hervorragend, möchte ich fast sagen. Nach dem 4:1 darf eigentlich nichts anbrennen und da hätten wir es die letzten 10-15 Minuten cleverer fertig spielen müssen. Nach dem 4:1 hätten wir eigentlich noch 1-2 Tore schießen müssen. Aber so hätte, wenn Zwettl noch das 4:3 gemacht hätte, der Hut die letzten Minuten noch gebrannt. Heute ist die Verunsicherung mit jeder gelungenen Aktion aus den Köpfen rausgegangen. Wir haben auch schöne Tore aus dem Spiel heraus gemacht. Da hat man auch gesehen, dass wir Fußball spielen können. An die Leistung müssen wir am Sonntag anschließen – leider ohne mich, da ich eine unglückliche fünfte Gelbe bekommen hab.
Sertan Günes
Wir haben uns übers ganze Wochenende vorgenommen, dass wir vom Anpfiff weg voll dabei sind und nicht wie in den letzten Spielen die ersten Minuten verschlafen. Das ist uns heute gut gelungen. Damit sind wir 2:0 in Führung gegangen. Das Gegentor war unnötig. Ein individueller Fehler bei einem Standard. Mit dem 3:1 gleich nach der Pause und dem 4:1 haben wir eigentlich alles klar gemacht. Mein Stangenschuss beim Stand von 2:0 wäre sicherlich eine frühere Vorentscheidung gewesen. Ich hab ihn mit dem Innenrist genommen und der Fuka hat ihn gerade noch mit den Fingerspitzen an die Innenstange gelenkt.
Auswärts tun wir uns etwas leichter, weil wir nicht so sehr das Spiel machen müssen. Wir stehen kompakt, gewinnen die zweiten Bälle und nutzen unsere Chancen. Wenn wir nächste Woche gegen Mattersburg wieder so kompakt stehen und jeder Vollgas gibt, können wir auch dort gewinnen.
Fotos: (C) Wiener SK
24-03-2010
Mirza Berkovic
Ich hab die letzten Wochen brav trainiert und der Trainer hat mir die Chance gegeben und ich hoffe, ich habe sie genutzt. Wir haben gewusst, dass das ein wichtiges Spiel ist und umso besser ist es, dass wir drei Punkte geholt haben. Die älteren Spieler bauen dich in so einer wichtigen Partie auch auf und sprechen dir Mut zu, wenn einmal ein Fehler passiert. Die Fans bauen dich auch auf, denn die sind einfach einmalig. Wurscht, ob daheim oder auswärts, sie kommen immer.
Der Josip hat in der Vorbereitung stark gespielt und dadurch hab ich gewusst, dass er in die Saison starten wird, aber ich hab auch gewusst, dass meine Chance noch kommen wird. Im Spiel heute hab ich viel Platz gehabt bei den Kontern und bin mit meiner Leistung zufrieden. Ein Tor hab ich aufgelegt und vor allem sind die drei Punkte wichtig. Jetzt hoff ich natürlich, dass ich auch gegen Mattersburg von Anfang an spiele. Und wenn es nicht so ist, dann bin ich nicht traurig, sondern trainiere weiter und arbeite an meiner nächsten Chance.
Hans Kleer (Trainer Wiener Sportklub)
Die junge Mannschaft tut sich vielleicht auswärts noch etwas leichter. Auch in der Vorbereitung haben wir auswärts gegen Bundesligisten besser und kompakter gespielt. Heute haben wir außerdem zum richtigen Zeitpunkt wichtige Tore gemacht. Wenn man 1:0 in Führung geht, gibt das mehr Selbstvertrauen. Wir haben aber auch gesehen, dass wir noch viel zu arbeiten haben, da wir uns noch nicht so präsentieren wie ich mir das vorstelle. Wichtig waren in der momentanen Situation natürlich die 3 Punkte. Wir haben zusätzlich sehr viele Chancen herausgespielt, trotzdem war ich dann phasenweise nicht zufrieden und ich glaube, dass wir noch Potential nach oben haben. Wenn wir nach dem 2:0 eine der Chancen zum 3:0 oder 4:0 verwertet hätten, wäre der Gegner sofort gebrochen. Dann bekommen wir das Anschlusstor durch einen Standard, was immer passieren kann. Nach dem 4:1 haben wir durch Wechsel den Spielfluss wieder verloren und uns nicht mehr getraut Fußball zu spielen. Mit einem 4:1 im Rücken muss man mit mehr Selbstvertrauen auftreten und darf die taktischen Fehler, die uns dann unterlaufen sind, nicht so leichtfertig machen. Die letzten 10-15 Minuten haben mir dann gar nicht gefallen.
Die taktische Umstellung auf einen Solostürmer hat sich aufgrund der Gegnerbeobachtung und der Erfahrung aus den bisherigen Spielen ergeben. Deshalb hat der Luki heute aus taktischen Gründen draußen bleiben müssen. Außerdem war er vom FAC-Spiel leicht angeschlagen. Sertan hat im Zentrum eine sehr starke Partie gespielt. Wir haben einen großen Kader, in dem es Konkurrenz gibt. Es zählen keine Namen und nicht, ob alt oder jung, sondern es zählt die Leistung. Mattersburg wird ein schwieriges Spiel. Wir wissen, dass sie unbedingt die Liga halten wollen, deshalb haben sie das Spiel auch auf Sonntag verlegt, damit mehr Spieler aus der Ersten in den Kader kommen können. Wir werden dort wieder, wie heute über weite Strecken, die Eigenschaften einer jungen und dynamischen Mannschaft zeigen müssen und dann bin ich zuversichtlich, dass wir dort punkten.