Wienerberg - 16. Runde RLO 5.3.2010
Claus Schönberger (Trainer Wienerberg)
Ich denk’, die Zuschauer die gekommen sind – und das waren immerhin fast 1100 – haben für den Frühjahrsauftakt ein sehr gutes, temporeiches Spiel gesehen. Da haben zwei junge Mannschaften gegeneinander gespielt, die in einer guten körperlichen Verfassung sind und die trotz der schlechten Bodenverhältnisse Fußball spielen wollten. Es war trotz der Aggressivität und der Kampfbetontheit ein faires Spiel und somit Werbung für den Fußball. Das Unentschieden geht meiner Meinung nach in Ordnung. Ich bin mit dem Punkt zufrieden. In der zweiten Halbzeit hat uns der Sportklub regelrecht hinten eingeschnürt. Auf der anderen Seite waren wir durch unsere Konter auch immer wieder einem Treffer nahe. Wer da das zweite Tor macht, geht als Sieger vom Platz. So bin ich aber auch mit dem Unentschieden zufrieden.
Darüber, dass er, während zwei WSK-Spieler außerhalb des Spielfeldes behandelt wurden, den Schiedsrichter aufgefordert hat, das Spiel zu unterbrechen:
Es ist meiner Meinung nach nicht notwendig, dass der Schiri die Partie laufen lässt, wenn zwei Spieler einer Mannschaft behandelt werden. Deshalb hab ich reingerufen, dass er das Spiel unterbrechen soll. Man kann die 2 Minuten dann nachspielen. So kennt sich keiner aus. Ich hab meinen Spielern zwar zugerufen, sie sollen „auf den Ball steigen“, aber das haben Sie nicht ganz verstanden.
Hans Kleer (Trainer Wiener Sportklub)
Für die Zuschauer war es sicher ein gutes Spiel – vor allem wegen des hohen Tempos. Die erste Halbzeit hat mir nicht so gefallen. Offensiv haben wir gut gearbeitet, aber defensiv hat die Abstimmung nicht so gepasst. Wir haben die Zweikämpfe gegen die guten Wienerberg-Stürmer nicht konsequent genug angenommen. Nach der Riesenchance zur Führung bekommen wir das Gegentor und die Köpfe sind nach unten gegangen. Es war gut, dass dann die Pause kam. Nach der Pause hat die Mannschaft alles umgesetzt, was wir ihnen mitgegeben haben. Sie haben sich mehr getraut und dann ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Es war ja dann fast ein Spiel auf ein Tor – also kann ich den Jungs nichts vorwerfen. So stell ich mir eine Mannschaft vor. Die Körpersprache war wieder positiv, das einzige was gefehlt hat war der krönende Abschluss, dass wir drei Punkte aus der Partie mitnehmen.
Die Mannschaft hat sich sehr viel vorgenommen, das hat einige zu Beginn eher gehemmt. Vor allem in der Defensive haben wir die ersten 30-35 Minuten zuviel zugelassen. Ab der 55. Minute hatten Sie Mut und alleine Lukas Grozurek hat sich vier, fünf hochklassige Chancen erarbeitet. Auch wenn heute die Chancenauswertung noch nicht optimal war, er ist am richtigen Weg und wird noch viele Tore für uns schießen.
Lukas Grozurek
Das hätte mein Abend werden können. Die erste Chance muss ich machen und die letzte kratzt mir der Verteidiger von der Linie. Immerhin ein Tor und somit ein Unentschieden. Wenn man nach den Chancen geht, müssen wir diese Partie gewinnen. Aber Wienerberg war stets gefährlich – also geht das Unentschieden in Ordnung.
Sertan Günes
Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hätten dennoch auf dem vereisten Boden vor der blauen Tribüne 1:0 in Führung gehen können. Dann sind wir 0:1 im Rückstand, aber in der zweiten Halbzeit auf die Friedhofstribüne haben wir dann wieder offensiven Fußball gespielt, schaffen den Ausgleich, aber der Sieg ist sich trotz vieler Chancen nicht mehr ausgegangen. Wenn wir noch ein bisschen konsequenter in der Chancenauswertung werden, gewinnen wir solche Partien in Zukunft. Auf die Leistung der zweiten Halbzeit können wir auf jeden Fall aufbauen.
Fotos: (C) Wiener SK
07-03-2010