Stimmen aus der Ferne

 

Mattersburg - 19. Runde RLO 28.3.2010

Jürgen Csandl

Unser Abwehrverhalten war gleich Null. Einige Spieler wissen, glaub ich, nicht so recht, worum es hier geht. Die ersten 30 Minuten waren okay, aber dann nach dem Tor sind die Köpfe wieder nach unten gegangen. Wir haben danach einfach nicht mehr ins Spiel gefunden, waren immer einen Schritt zu spät oder zu weit weg. Dieses 4:1 ist ein gerechtes Ergebnis. Allein in der zweiten Halbzeit sind die Mattersburger 12 Mal auf uns zugelaufen. Wenn Sie das intelligenter spielen, dürfen wir uns nicht beschweren, wenn wir hier noch höher verlieren. Die Mannschaft muss viel enger zusammenrücken und füreinander arbeiten, sonst wird es schwer, da unten raus zu kommen.

Michael Harrauer

Die ersten 20 Minuten schaut es so aus als würden wir das erste Tor schießen, dann kommen sie einmal auf links durch, wir passen nicht auf und werden bestraft. Wir wollten zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder so spielen wie am Anfang des Matches, das ist uns jedoch nicht wirklich geglückt. Wir machen einfach wieder den selben Fehler. Dann haben 7 von 11 Spieler die Hosen voll, gehen nicht mehr aggressiv in den Zweikampf und dann kommt so etwas dabei heraus. Jeder muss sich selber an die Nase fassen, die Einstellung muss sich ändern, wir müssen in den nächsten Spielen punkten.

Christopher Homm

Meiner Meinung nach haben wir die erste Halbzeit dominiert, sind immer wieder gefährlich vor ihr Tor gekommen und sie haben eigentlich kaum wirkliche Chancen gehabt. Wir sind eigentlich gut aus der Halbzeit gekommen, aber solch dumme Tore darf man eigentlich nicht bekommen. Wir müssen einfach mehr Druck machen und vor allem im Mittelfeld mehr Zweikämpfe gewinnen, sonst wird es gegen jede Mannschaft in dieser Liga schwer. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir uns nach dem 2:0 aufgegeben haben, wir haben schon weiter an den Anschlusstreffer geglaubt. Wir müssen einfach die Zweikämpfe annehmen und gegen Neusiedl 120% geben, dann schlagen wir sie.

Fotos: (C) Wiener SK

29-03-2010

Norton Radaj (Sportlicher Leiter)

Da war kein Feuer zu spüren, das war eine Katastrophe. Da geht es nicht mehr um Können, da geht es nur um die mangelnde Einstellung. Da wird halbherzig attackiert, es wird vergessen in den Rückraum zu schauen. Da werden Sachen, die zur Grundlage gehören, einfach nicht gemacht. Ich erwarte mir gegen Neusiedl eine ganz andere Einstellung. Man muss von der Mannschaft verlangen können, dass sie Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten an den Tag legt. Nach einem guten Spiel kommt derzeit immer ein schlechtes. Das ist ein Zeichen, dass wir Gegner unterschätzen und das ist einfach traurig. Anstatt dass einmal eine gute Leistung bestätigt wird, sind wir nun wieder in einer komplett anderen Situation.