FAC - 18. Runde RLO 19.3.2010
Peter Eigl (FAC Team für Wien)
Wenn ich allein die Chancen rechne, die wir nicht genutzt haben, war dieser Sieg sicher gerechtfertigt. Vielleicht hat die längere Aussprache, die wir gestern mit der Mannschaft hatten, genutzt. Wir haben Fehler analysiert und einige Umstellungen vorgenommen. Das scheint gegriffen zu haben. Das Spiel heute war aber erst ein erster Schritt für uns. Man darf dabei nicht vergessen, dass der Sportklub heute mit einer sehr jungen Mannschaft gespielt hat. Da haben mit Wunderbaldinger und Perez zwei routinierte Stützen gefehlt, denn mit jungen Spielern allein tust dir schon schwer. Vielleicht hat uns der Sportklub auch ein wenig unterschätzt, weil wir zweimal verloren haben.
Hans Kleer (Trainer Wiener Sportklub)
Ich hoffe, dass heute alles an einem Tag zusammengekommen ist. Das erste Tor war schon wieder sehr kurios, das zweite ebenso und so etwas wie das dritte hab ich überhaupt selten gesehen. Aber abgesehen davon waren wir heute schwach, so kenn ich meine Mannschaft nicht. Es ist jetzt ganz schwierig für mich dazu etwas zu sagen. Alles, was wir uns in den letzten acht, neun Wochen erarbeitet haben, war heute überhaupt nicht zu sehen. Mit einigen Spielern muss gesprochen werden, so kann man sich nicht präsentieren. Da muss man sie in die Verantwortung nehmen, denn so kann es nicht weitergehen. Ich hoffe, jetzt ist allen bewusst, dass wir mitten im Abstiegskampf sind. Der FAC wusste heute, worum es geht. Bei uns müssen einige noch kapieren, wie ernst die Situation ist. Man kann individuelle Fehler machen, das kann man nicht verhindern, aber die gesamte Körpersprache und das Zweikampfverhalten waren heute nicht in Ordnung.
Ingomar Szabo
Wir wollten heute an die zweite Hälfte gegen Wienerberg anknüpfen und das ist uns gründlich misslungen. Die erste Hälfte war katastrophal, in der zweiten haben wir uns 10 Minuten aufgebäumt, aber mit dem 2:0 war das Spiel dann ehrlich gesagt entschieden. Das zweite Tor war, auch wenn es aus abseitsverdächtiger Position fällt, wie ein Schlag ins Gesicht. Wir haben nie zu unserer Ordnung gefunden und haben nicht nur keine richtige Torchance erarbeitet, sondern auch noch vermeidbare Tore kassiert. So kann man kein Spiel gewinnen.
Sertan Günes
Wir sind wie gegen Wienerberg zu Beginn der Partie nicht am Platz gewesen, bekommen das Tor und die Verunsicherung lähmt unser Spiel komplett. Offensiv haben wir auch kaum einmal ruhig durchdacht das Spiel aufgebaut. Der FAC war viel besser und aggressiver in den Zweikämpfen, sodass wir heute verdient verloren haben. Natürlich hab ich bisher eher zentral gespielt, aber gegen Wienerberg hat es mit mir auf links sehr gut funktioniert, das kann also nicht der Grund sein. Nach dem 2:0 bin ich eh in die Mitte gewechselt, aber gebessert hat sich dadurch auch nichts. So untergegangen wie heute sind wir, glaube ich, das letzte Mal gegen Krems, als wir 5:1 verloren haben. Ganz ehrlich so eine Partie wie heute hab ich noch nie erlebt, das war für die Zuschauer eine absolute Frechheit. Als erfahrener Spieler ist es jetzt auch an mir, die Jungen aufzurichten. Aber wir müssen auch erkennen, dass die Lage sehr prekär ist und wir uns auf die Grundtugenden besinnen müssen: laufen und kämpfen. Das Spielerische kommt dann von ganz allein wieder zurück. Wir sind heute alle inklusive mir nicht an unsere Grenzen gegangen und das geht nicht. Mit Alibifußball kannst auch in dieser Liga nicht bestehen.
Fotos: (C) Wiener SK
21-03-2010