Spielbericht

 

Kaderstatistik Wiener SK nach der 17. Runde. Abkürzungen: JG...Jahrgang, Min...Minuten, Sp...Spiele, T...Tore, VL...Vorlagen, PKT...Scorerpunkte, GK...Gelbe Karten, GRK...Gelb-Rote Karten, RK...Rote Karten, Ein...Einwechslungen, AUS...Auswechslungen. Anm: Bei Ein- und Auswechslungen erklärt sich die Differenz in der Summe durch den Kaderumbau zur Winterpause.

Zwettl - 17. Runde RLO 23.3.2010 - Nachtragsspiel

Richtungsweisender Sieg für den Sportklub

17. Runde RLO, Di. 23.03., 20:00 Uhr, Zwettl vs. Sportklub vs. – 2:4 (1:2)

Das Spiel des Wiener Sportklub gegen den Tabellenvorletzten aus Zwettl konnte durchaus als Schicksalspartie bezeichnet werden. Um nicht endgültig in den Abstiegsstrudel zu geraten, musste die Mannschaft von Trainer Kleer in Zwettl unbedingt gewinnen. Eine engagierte Leistung brachte schlussendlich einen verdienten 4:2 Auswärtserfolg für Schwarz-Weiß.

Vor der Partie ist der Wiener Sportklub bereits drei Runden ohne Sieg. Zudem muss WSK-Coach Kleer auf die verletzten Marco Perez, Patrick Wunderbaldinger, Patrick Wunderbaldinger und Cemil Tosun verzichten. Christoph Jedlicka ersetzt in der Innenverteidigung der Dornbacher Roberto Baumgartner. Vadim Slavov soll am linken Flügel wirbeln. Zentral dürfen sich wieder die jungen Mirza Berkovic (hinter der Solospitze Günes) und Josip Komarac beweisen.

Die Partie beginnt recht hecktisch, es ist beiden Seiten anzumerken, dass einiges auf dem Spiel steht. Slavov auf Seiten der Dornbacher und Bayer auf Seiten der Waldviertler vergeben bereits in den Anfangsminuten jeweils eine gute Kopfballchance. Ersterer kann sich nur wenige Minuten später erneut in Szene setzten und bringt den Sportklub mit 1:0 in Führung. Der agile Harun Sulimani wird in der Nähe der Eckfahne zu Fall gebracht, den darauf folgenden Freistoß bringt Josip Komarac gefährlich zur Mitte, wo Vadim Slavov bereits lauert. Nachdem ein Dornbacher Schuss zunächst abgeblockt wird, rollt das Leder dem freistehenden Slavov direkt vor die Füße. Überlegt schieb er den Ball in der 8. Minute flach ins Netz. In weiterer Folge entwickelt sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch, aber keine der beiden Mannschaften kann sich klare Chancen herausspielen. Die Dornbacher Hintermannschaft rund um Neuzugang Jürgen Csandl wirkt allerdings deutlich sicherer als jene der Hausherren. Dies macht sich dann in der 19. Minute bemerkbar. Abermals ist Slavov an einem gut vorgetragenen Angriff beteiligt und spielt den Ball zur Mitte auf Ingomar Szabo, der ideal auf Sertan Günes durchsteckt. Günes lässt sich nicht zweimal bitten und verwandelt eiskalt. Zwettl-Torwart Fuka ist erneut chancenlos. 2:0 für den WSK. Die Zwettler wirken nach dem Dornbacher Blitzstart nun sehr verunsichert und legen sich in der 22. Minute beinahe selbst das dritte Osterei an diesem Dienstag. Slavov kann sich erneut im Strafraum durchsetzen und legt nach vollkommener Verwirrung im Strafraum der Niederösterreicher auf Günes ab. Dessen Schuss springt von der Innenstange zurück ins Spiel. Glück für die Niederösterreicher, Pech für den Sportklub. Bereits in der 35. Minute bekommt man den Eindruck, als ob dieses Spiel schon gelaufen ist. Völlig aus heiterem Himmel fällt dann in der 39. Minute der Anschlusstreffer für die Zwettler. Nach einer Ecke kann Prasil, der einer der stärksten Zwettler an diesem Tag ist, per Kopf verkürzen. Plötzlich bekommen die Niederösterreicher wieder Aufwind. Die Zwettler wirken nun wieder etwas selbstbewusster und spielen in weiterer Folge gut mit, bis zur Pause passiert allerdings nichts mehr.


Der zweite Durchgang beginnt mit einem Knalleffekt. Hevera schlägt einen weiten Ball auf Sertan Günes, der per Kopf optimal auf den völlig freistehenden Harun Sulimani verlängert. Dieser lässt dem Zwettler Schlussmann keine Chance. 3:1 für den Sportklub! In der 55. Minute wechselt Zwettl-Coach Helmut Lamatsch gleich doppelt und will damit frischen Wind in die Offensivabteilung seiner Mannschaft bringen. Auch Hans Kleer wechselt aus. Für Josip Komarac kommt Philip Dimov in die Partie. Zwettl riskiert nun mehr, dadurch ergeben sich Konterchancen für den Sportklub. In der 62. Minute hat Günes dann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, Torwart Fuka kann sich dieses mal allerdings auszeichnen und klärt zur Ecke. Nur zwei Minuten später ist es allerdings abermals Sulimani, der den Sack zumacht. Der starke Berkovic spielt im Strafraum uneigennützig auf den besser postierten Sulimani ab. Dieser zimmert das Leder ähnlich wie beim 3:1 ins Zwettler Gehäuse – 4:1. In der 69. Minute ist dann der Arbeitstag für den sehr aktiven Vadim Slavov beendet, für ihn kommt Lukas Grozurek. Jürgen Csandl verletzt sich leicht, dürfte gegen Mattersburg allerdings wieder fit sein. Ihn ersetzt in der 74. Minute Roberto Baumgartner. Der Sportklub macht nun nur mehr das Nötigste und wird etwas nachlässig. Die Rechnung dafür kassieren die Dornbacher in der 81. Minute. Coskun Kayhan – einer der besten an diesem Tag – verkürzt per Kopf zum 2:4 aus Zwettler Sicht. In der Schlussphase wird der Bruder von Ex-Dornbacher Ercan Kayhan von Christoph Homm allerdings gut markiert. Damit bleibt es beim 4:2-Sieg für die Gäste aus Hernals.

Fotos: (C) Wiener SK

24-03-2010

Sportplatz Zwettl-Edelhof, 500 ZuseherInnen

Schiedsrichter: Thomas Paukovits

Assistenten: Josef Pieler, Robert Gabler

SC Zwettl

Fuka; Würzler (55. Schmidt), Prásil, Stojancic, Semo; Jankovic, Bayer, Plocek, Brunner (77. Gusenbauer), Dogan (55. Schmircher); Coskun Kayhan.

Altersschnitt: 26,07

Wiener Sportklub:

Harrauer; Hevera, Csandl (74. Baumgartner), Jedlicka, Homm; Slavov (67. L. Grozurek), Szabo (C), Berkovic, Komarac (56. Komarac), Sulimani ; Günes.

Altersschnitt: 22,36

Tore:

0:1 – Slavov (8.), 0:2 – Günes (19.), 1:2 – Prásil (39.), 1:3 – Sulimani (49.), 1:4 – Sulimani (64.), 2:4 – C. Kayhan (81.)

Gelbe Karten:

Shemo (45./Zwettl), C. Kayhan (73./Zwettl), Berkovic (80./WSK), Jankovic (85./Zwettl), Szabo (88./WSK).

Statistische Daten:

www.ostliga.at, www.weltfussball.at, www.fussballoesterreich.at, Datenbank Wiener SK


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Übrigens haben sich Reste des Winters hartnäckig im Stadion der Zwettler gehalten: