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Spannung bis zum Schlusspfiff, aber: Kein Sieger beim Derby

In einem zwar nicht hochklassigen, aber sehr spannenden und kampfbetonten Derby, das in der 2. Hälfte deutlich an Fahrt aufnahm, trennten sich der Sport-Club und die Vienna mit 1:1. Die Dornbacher verbuchten deutlich mehr Spielanteile, während die Döblinger ihr Heil in wenigen Kontern suchten, die sie schnell und direkt vortrugen und die ihnen zur Pausenführung verhalfen. Der 2. Abschnitt hatte ähnlichen Charakter, doch in der Schlussviertelstunde ließen die Kräfte der blau-gelben Führungsspieler nach, der Sport-Club nahm mehr Risiko und Luxbacher erzielte den verdienten Ausgleich.

Freitag, 29.09.2017 – 20.00 Uhr | 10. Runde RLO
Wiener Sport-Club : First Vienna FC 1894 | 1:1 (0:1)
Sportclub-Platz, 6153 Zuschauer_innen

Schiedsrichter: Alain Sadikovski
Assistenten: Andreas Zangerle, Mattias Hartl

Spielbericht

Der Sport-Club beginnt mit Kraus im Tor, vor ihm verteidigen Pfaffl, König, Steiner und Kilka; den defensiven Mittelfeld-Part übernehmen Feldmann und Berkovic, an den Flanken sind Pajaczkowski und Luxbacher aufgeboten, Mansbart rückt immer wieder an die Spitze, um Solospitze Pecirep zu entlasten.
Über 6000 ZuseherInnen sind gekommen, auf den Rängen herrscht hüben und drüben beste Stimmung – also ein Tag, auf den das Attribut „Goldener Herbst" bestens zutrifft. Nach wenigen Minuten ist allerdings klar, dass Tore nicht wie reife Früchte fallen würden. Beide Teams beginnen vorsichtig, spielen quer und zurück, ehe Viennas Van Zaanen den ersten Schussversuch unternimmt, der sehr harmlos ausfällt (5. Min.). Das Geschehen verlagert sich sukzessive in die Hälfte der Blau-Gelben; die Döblinger stehen tief, attackieren die Hernalser erst spät und versuchen die Schwarz-Weißen durch ihren personellen Überhang zu Fehlern zu zwingen. Droht darüber hinaus dennoch Gefahr, sind taktische Fouls das letzte Mittel. Für den Sport-Club gibt es also selten ein Durchkommen: ein Pajaczkowski-Stanglpass bleibt im Abwehrnetz hängen (11. Min.), dann probiert es Feldmann knapp außerhalb des Sechzehners, schießt aber drüber (12. Min.). Aufregung in der 15. Minute: Pecirep spritzt in einen Rückpass und geht im Zweikampf zu Boden. Die Vienna, von der bis dato offensiv sehr wenig gekommen ist, kontert blitzschnell, und Kraus wehrt bravourös ab. Lenko, ein gefürchteter Schütze, nützt eine Lücke im Dornbacher Mittelfeld und zieht dann ab, verfehlt aber das Ziel (21. Min.). Der Sport-Club kommt zu einigen Foul-Freistößen und Eckbällen, die allesamt eine Beute von Kostner bzw. seiner kopfballstarken Innenverteidiger werden. In Minute 31 führt eine Vienna-Kombination über mehrere Stationen zum Erfolg: Stehlik geht rechts an Kilka vorbei, wechselt die Seite, wo Van Zaanen nahe der Eckfahne Pfaffl überläuft und auf den eingerückten Stehlik passt, der aus vollem Lauf aus kurzer Distanz das 1:0 erzielt. In der folgenden Minute wird Pecirep von 2 Döblingern gerammt, den Freistoß aus ca. 20 Metern bringt Berkovic aber nicht an der Mauer vorbei. Der Sport-Club bleibt überlegen, die letzte Chance vor der Pause hat aber Viennas Celik, der einen Eckball vor Kraus erwischt, jedoch übers Tor köpfelt.
Im 2. Spielabschnitt häufen sich die Strafraumszenen: Ein Freistoß von Lenko geht an Freund und Feind, aber auch knapp am Tor vorbei (47. Min.). Im Gegenzug passt Pajaczkowski zu Mansbart, der im Zweikampf zu Boden geht (48. Min.). Pecirep spielt für Mansbart auf, dieser zögert in aussichtsreicher Position mit dem Abschluss (53. Min.). Aber auch die Vienna rückt jetzt mehr nach: Berkovic rettet zur Ecke (59. Min.), die folgende Hereingabe übernimmt Celik, der Schuss wird im letzten Augenblick von der Linie gekratzt, während der Vienna-Anhang schon zum Torschrei ansetzt (60. Min.). Auf der Gegenseite spielt Mansbart Pecirep an, der den Haken nach innen macht und schießt, was Kostner jedoch keine Probleme bereitet. Die Dornbacher übernehmen nun das Kommando, das immer besser harmonierende Innenverteidiger-Duo Steiner/König rückt vermehrt nach, Berkovic kurbelt unermüdlich, vorne sorgen v.a. der technisch sehr starke Pajaczkowski und der pfeilschnelle Luxbacher über die Flanken für Gefahr. In Minute 65 schießt der Ex-Traiskirchner nach zwei schnellen Haken, und Kostner muss sich erstmals gehörig strecken. Die Vienna kommt noch zu einem Freistoß am Sechzehner-Eck(76. Min.), im Anschluss daran sorgt ein Eckball für viel Betrieb vor Kraus (71. Min.). Der Sport-Club greift in den letzten 15 Minute beherzt an, vorerst stemmt sich die Vienna-Abwehr erfolgreich dagegen, so ist Kostner bei einem abgefälschten Berkovic-Schuss voll auf dem Posten (83. Min.). Luxbacher kommt bei seiner bis dato besten Partie im schwarz-weißen Dress nach einem Einwurf zum Ball, überspielt zwei Gegner, nimmt sich ein Herz und trifft durch ein Gewirr von Beinen genau ins Eck (85. Min.). Die Vienna wankt jetzt: In der Schlussminute der offiziellen Spielzeit wird Luxbacher gefoult, Pajaczkowski zirkelt den Ball in Richtung Pecirep, der offensichtlich von den Beinen geholt wird. Schieds- und Linienrichter reagieren nicht, Pecireps Protest wird allerdings mit der gelben Karte geahndet. Nach vier emotionellen Minuten Nachspielzeit mit weiteren hell gefärbten Kartons für König und Feldmann beendet Schiedsrichter Sadikovski das Derby.

Fazit: Im 5. Heimspiel gelangte endlich der erste Punkt aufs Konto. Trainer Schweitzers Handschrift nimmt in der Aufstellung und im Kombinationsspiel Konturen an, die zur Hoffnung Anlass geben, dass ein Turnaround bevorsteht. Erfreulich ist, dass die Mannschaft nach so vielen Rückständen mit unbändigem Willen angriff und zumindest mit dem Ausgleich belohnt wurde. Mehr Entschlossenheit am und im Strafraum müsste noch folgen, v.a. aber die Effizienz bei Standardsituationen ist stark ausbaufähig: Weder Freistöße aus günstiger Distanz noch die hohen Hereingaben bei Eckstößen haben im Herbst zu Chancen geführt, eine Herausforderung, die man im nächsten Spiel in Traiskirchen im wahrsten Sinne des Wortes in Angriff nehmen sollte.

Aufstellung WSC:
Kraus; Kilka (61. B. Fila), König, Steiner, Pfaffl; Feldmann, Berkovic (88. Beljan); Luxbacher, Mansbart (77. Barac), Pajaczkowski; Pecirep

Aufstellung First Vienna FC 1894:
Kostner; Baldia, Krisch, Katzer, Lenko (85. Kindig); Celik, Stehlik ; Van Zaanen (69. Steiner), Kurtisi, Rajic; Juric (89. Todorovski)

Tore:
0:1 Martin Stehlik (30.)
1:1 Bernhard Luxbacher (86.)

Gelbe Karten WSC:
90+1.: Darijo Pecirep (Kritik)
90+1.: Florian König (Kritik)
90+3.: Jan Feldmann (Unsportl.)

Gelbe Karten First Vienna FC 1894:
36.: Stefan Baldia (Unsportl.)
44.: Kevin Krisch (Unsportl.)
80.: Jiri Lenko (Foul)

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